Hochfrequenztechnik

Leistungsübersicht

  • Akkreditierte Kalibrierungen von Antennnen, Feldsonden und Hochfrequenz-Messgeräten
  • Validierung von Absorberhallen, Freifeldern, Modenverwirbelungskammer, TEM-/GTEM-Zellen
  • Produkte & Messsysteme: PLA, POD-Serie, PCD-Serie, RefRad-Serie, CalStan

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Leistungen

Kalibrierung

Akkreditierte Kalibrierung von Antennen, Feldsonden und Hochfrequenz-Messgeräten

Wir führen Kalibrierungen von Antennen, Feldsonden und Hochfrequenz-Messgeräten gemäß ISO/IEC 17025 durch. 

Mit unseren Messungen liefern wir reproduzierbare und technisch belastbare Ergebnisse, die sowohl für Konformitätsbewertungen, Entwicklungs- und Qualitätsprozesse als auch für Audits geeignet sind.

Unsere Kalibrierscheine enthalten vollständige Angaben zu Messbedingungen, Verfahren und Messunsicherheiten.

Kalibrierung von Antennen

Die Kalibrierung von Antennen erfolgt in geeigneten, frequenzabhängig ausgewählten Messumgebungen. Unsere Verfahren gewährleisten reproduzierbare Feldbedingungen und entsprechen den normativen Anforderungen.

Die resultierenden Antennenfaktoren beziehungsweise Kalibrierdaten werden mit zugehöriger Messunsicherheit dokumentiert und rückführbar ausgewiesen.

Wir kalibrieren folgende Antennentypen:

  • Bikonische Antennen
  • Logarithmisch-periodische Antennen
  • Hybridantennen
  • Hornantennen
  • MIL-STD-Antennen (Monopol, Loop, Spiral)
  • Dipolantennen

Technische Details

Kalibrierung von Feldsonden

Die Kalibrierung von Feldsonden führen wir unter streng kontrollierten Bedingungen in definierten, homogenen Feldumgebungen durch. Dabei werden stabile Feldverteilungen erzeugt und überwacht, um die Empfindlichkeit, Linearität und Isotropie der Sonde zuverlässig zu bestimmen. 

Die so ermittelten Kalibrierdaten bilden die Grundlage für reproduzierbare und normkonforme Feldstärkemessungen im Labor und vor Ort.

Wir kalibrieren folgende Arten von Feldsonden:

  • E-Feldsonden
  • H-Feldsonden
  • Flussdichtemessgeräte
  • Strahlungsmonitore
  • Nahfeldsonden

Technische Details

Kalibrierung von HF-Messgeräten

Unsere Kalibrierungen erfolgen mit rückführbaren Referenzstandards und geeigneten Vergleichsverfahren. Dabei werden je nach Gerät und Anwendung Messgrößen wie HF-Leistung, HF-Dämpfung, Einfügedämpfung, Transferimpedanz, Phasengang und Frequenzgenauigkeit bestimmt. 

Damit liefern wir eine technisch belastbare Grundlage für EMV-, EMF- und Entwicklungsprüfungen – samt klar ausgewiesener Messunsicherheit und vollständiger Dokumentation.

Wir kalibrieren u. a. folgende HF-Prüfmittel:

  • EMF-Messsysteme (frequenzselektiv)
  • EMF-Messsysteme (breitbandig)
  • Feldstärke-Transfernormale (z. B. RefRad)
  • Netznachbildungen (LISN)
  • Kabel, Dämpfungsglieder, Koppler
  • Antennen
  • Feldsonden

Technische Details

Kalibrierung

Ergänzende Informationen

Jede Kalibrierung wird mit einem vollständigen Zertifikat geliefert, das enthält:

  • Normbezug (z. B. ISO/IEC 17025, CISPR 16, ANSI C63.x)
  • Unsicherheitsbudget
  • Messergebnisse und Messmethoden
  • Rückführbarkeit
  • Messumgebung

Diese Dokumentation ist auf Audits, Zertifizierungen und internationale Vergleichbarkeit ausgelegt.

Wie läuft eine Kalibrieranfrage effizient ab?

Senden Sie eine Anfrage per E-Mail an rf-calibration(at)seibersdorf-laboratories.at mit folgenden Angaben zum Kalibriergegenstand:

  • Nummer des vorherigen Kalibrierscheins (falls bereits bei uns kalibriert) – andernfalls bitte angeben: Hersteller, Modellbezeichnung/Typ, Seriennummer
  • Normen/Anforderungen, die durch die Kalibrierung abzudecken sind bzw. die Messnorm, für die das Gerät eingesetzt wird
  • Ihre Kontaktdaten (Firmenname und Adresse, Ihr Name, E-Mail, Telefon)
  • Gewünschter Kalibrierzeitraum (Kalenderwoche)
Leistungen

Site Validation

Validierung Absorberhallen, Freifeldern, Modenverwirbelungskammern, TEM-/GTEM-Zellen

Unsere Leistungen umfassen die Validierung von Absorberhallen und Freifeld Messgeländen (OATS – Open Area Test Site) ebenso wie die Bewertung von Antennenmessplätzen. 

Darüber hinaus unterstützen wir bei der Validierung von Schirmräumen, in denen die elektromagnetische Abschirmwirkung eine zentrale Rolle für die Qualität der Messergebnisse spielt. 

Außerdem sind wir auch bei Modenverwirbelungskammern nach allen gängigen Normen für die Abnahmemessung akkreditiert. 

Prüfung und Leistungsbewertung von EMV-Messplätzen

Wir sind in Europa der führende, herstellerunabhängige Anbieter für die akkreditierte Validierung von EMV-Testplätzen. 

Wir bieten eine breite Palette standardisierter Messungen zur Leistungsbewertung von Messplätzen, darunter Messungen zur Abschirmwirkung (Shielding Effectiveness), Normierte Felddämpfung (NSA), Site VSWR, Feldhomogenität, ALSE-Messungen, Normierte Feld-Einfügedämpfung (NSIL), Umgebungsrauschen (AN) und die Bestimmung des Einflusses des Prüflings-Tisches (Table-Influence). 

Weiters sind wir voll ausgestattet für die Messung der Reflektivität nach der Freiraum-VSWR-Methode von Antennenmessplätzen. 

In einer Modenverwirbelungskammer (Reverberation) bestimmen wir u.a. die Parameter wie Feldhomogenität für die leere und „beladene“ Kammer, „Beladungs-Faktor“, Einfügedämpfung, Zeitkonstante und Qualitätsfaktor.

Darüber hinaus führen wir die regelmäßige notwendigen Re-Kalibrierungen von Testanlagen an durch.

Viele Ergebnisse unserer Forschungsarbeit sind in internationale Normen eingeflossen, insbesondere in die CISPR-16-Serie.

Schirmdämpfung - Shielding Effectiveness

Die Abschirmwirkung (Shielding Effectiveness, SE) von geschirmten Räumen wie Absorberhallen, TEMPEST-Räumen oder speziellen Prüfumgebungen wird gemäß EN 50147-1 sowie – in angepasster Form – nach IEEE 299 gemessen.

Die Messungen erfolgen typischerweise über einen breiten Frequenzbereich von kHz bis in den GHz-Bereich. Die Auswahl der Prüffrequenzen kann flexibel an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Optional führen wir auch gezielte Leckagetests, beispielsweise bei 433 MHz, durch.

Normierte Felddämpfung – Normalized Site Attenuation

Die normierte Felddämpfung (Normalized Site Attenuation, NSA) beziehungsweise das Reference Site Method (RSM)-Verfahren dient der Leistungsbewertung von EMV-Messplätzen. Die Messungen erfolgen gemäß CISPR 16-1-4 (RSM) sowie nach ANSI C63.4 und ANSI C63.25.2 – abhängig vom Messplatztyp und den anzuwendenden Normen.

Validiert werden Semi-Anechoic Chambers (SAC), Fully Anechoic Rooms (FAR) und Open Area Test Sites (OATS) im Frequenzbereich von 30 MHz bis 1 GHz. Die Prüfungen werden mit geeigneten Referenzantennen in horizontaler und vertikaler Polarisation durchgeführt. Je nach Messumgebung kommen volumetrische Prüfmethoden mit definierten Antennenhöhen und Prüfentfernungen (typisch 3 m, 5 m oder 10 m) zum Einsatz.

Für Freifeldmessplätze (OATS) ohne Wetterschutz werden abgestimmte Präzisions-Referenzdipole eingesetzt, um die normkonforme Bewertung der Felddämpfung sicherzustellen. Die konkrete Auswahl von Frequenzen, Polarisationen, Antennenhöhen und Prüfentfernungen wird an die jeweilige Norm und die Anforderungen des Messplatzes angepasst.

Site VSWR Messung

Die Messung des Stehwellenverhältnisses des Messplatzes (Site-VSWR) dient der Bewertung der Reflexionseigenschaften von EMV-Messplätzen im Frequenzbereich oberhalb von 1 GHz. Die Prüfungen erfolgen gemäß CISPR 16-1-4 unter Verwendung kalibrierter Sendeantennen, wie beispielsweise unserer Precision Omnidirectional Dipoles (POD).

Die Messungen werden im Frequenzbereich von 1 GHz bis 18 GHz in horizontaler und vertikaler Polarisation durchgeführt. Je nach Messplatztyp kommt die volumetrische Prüfmethode mit definierten Prüfentfernungen – typischerweise 3 m, 5 m oder 10 m – zur Anwendung.

Feldhomogenitätsmessung – Field Uniformity Measurement

Die Feldhomogenitätsmessung dient der Bewertung der homogenen Fläche (Uniform Field Area - UFA) gemäß IEC/EN 61000-4-3. Ziel ist es, die Gleichmäßigkeit des erzeugten elektromagnetischen Feldes im definierten Prüfbereich zuverlässig zu charakterisieren.

Die Messungen erfolgen im Frequenzbereich von 26 MHz bis 40 GHz mit horizontaler und vertikaler Polarisation. Dabei wird die Feldverteilung an 16 definierten Punkten innerhalb der Prüfebene ermittelt. Je nach Frequenzbereich wird entweder mit fester Antennenposition oder – bei höheren Frequenzen – mit sogenanntem Windowing-Verfahren gearbeitet, um eine normkonforme Bewertung der Feldhomogenität sicherzustellen.

Absorber-Lined Shielding Enclosure Messungen

Die Validierung von Absorber-Lined Shielded Enclosures (ALSE) im Frequenzbereich von 150 kHz bis 1 GHz erfolgt gemäß CISPR 25 Ed. 5.0 direkt auf dem kundenseitigen Prüftisch. Grundlage ist das in Annex I beschriebene Verfahren mit modellierter Langdrahtantenne. Dabei wird das Prüffeld normkonform erzeugt und mit geeigneten Empfangsantennen – abhängig vom Frequenzbereich – erfasst. Die Bewertung erfolgt anhand der in der Norm definierten numerischen Referenzdaten.

Für den Frequenzbereich von 1 GHz bis 6 GHz existiert derzeit kein normativ festgelegtes Standardverfahren. In diesem Bereich wenden wir ein wissenschaftlich fundiertes, publiziertes Validierungsverfahren an, das auf simulationsgestützten Referenzdaten basiert. Das Prüffeld wird mit einer omnidirektionalen Dipolantenne (z. B. POD16) 5cm über dem Prüflingstisch erzeugt, die Messungen erfolgen mit einer kalibrierten Hornantenne in horizontaler und vertikaler Polarisation. Die Referenzwerte werden mittels elektromagnetischer Simulation ermittelt.

Normierte Einfügedämpfung – Normalized Site Insertion Loss

Absorberhallen und Open Area Test Sites (OATS) müssen im Frequenzbereich von 9 kHz bis 30 MHz validiert werden, wenn sie für magnetische Emissionsmessungen eingesetzt werden sollen. Die entsprechenden Verfahren sind in CISPR 16-1-4 beschrieben und umfassen die Normalized Site Insertion Loss (NSIL) sowie alternativ die Reference Site Method (RSM).

Für die Validierung werden Rahmenantennen (Loop-Antennen) in drei orthogonalen Ausrichtungen eingesetzt. Die Messungen erfolgen bei definierten Prüfentfernungen (typischerweise 3 m, 5 m oder 10 m) und unter reproduzierbaren Aufbaubedingungen. Analog zur klassischen NSA-Bewertung wird dabei eine volumetrische Prüfmethode angewendet, um die Eigenschaften des Messplatzes zuverlässig zu charakterisieren.

Für die Durchführung verwenden wir unter anderem unsere rückführbar kalibrierten Precision Loop Antennas (PLA) als Sende- und Empfangsantennen in Kombination mit einem Netzwerkanalysator. Durch das integrierte Stativ- und Laserausrichtungssystem ist der Aufbau effizient und reproduzierbar möglich – ohne aufwändige automatische Antennenmasten.

Umgebungsrauschmessung - Ambient Noise

Die Messung des Umgebungsrauschens (Ambient Noise) dient dazu, die Störpegel am Messplatz zu erfassen und damit die Eignung für zuverlässige Emissionsmessungen zu bewerten. Die Durchführung erfolgt normorientiert gemäß CISPR 32 oder nach CISPR 25.

Dabei werden Breitbandantennen in definierter Empfangsposition in horizontaler und vertikaler Polarisation betrieben und die empfangene Feldstärke typischerweise im Frequenzbereich von 9 kHz bis 18 GHz aufgezeichnet. Die Messung wird so durchgeführt, dass der Frequenzbereich kontinuierlich gescannt und die relevanten Maximalwerte dokumentiert werden.

Für eine normgerechte Bewertung sind die Messposition der Empfangsantenne sowie die anzuwendenden Grenz- bzw. Akzeptanzkriterien vorab festzulegen.

Free Space VSWR Validation

Die Free-Space-VSWR-Validierung erfolgt auf Basis etablierter Antennenmessverfahren gemäß ANSI/IEEE Std. 149. Ziel ist die Bewertung von Reflexionen und unerwünschten Streubeiträgen innerhalb der Absorberhalle.

Zur Erfassung der Reflexionen werden transversale und longitudinale Scans relativ zur Messachse innerhalb eines definierten Prüfvolumens durchgeführt. Die Messungen erfolgen über ausgewählte Frequenzen von VHF bis in den GHz-Bereich, jeweils in horizontaler und vertikaler Polarisation. Zusätzlich wird die Antenne in definierten Winkelschritten variiert, um Reflexionen aus unterschiedlichen Raumrichtungen systematisch zu erfassen.

Modenverwirbelungskammervalidierung – Reverberation Chamber Validation

Die Validierung von Modenverwirbelungskammern (Reverberation Chambers) erfolgt normorientiert gemäß

  • ISO 11452-11, ISO 11452-5
  • IEC 61000-4-21
  • MIL-STD-461F/G
  • RTCA DO-160G
  • DEF STAN 59-411

Die Validierung kann – abhängig von Norm und Anwendung – im Frequenzbereich von 80 MHz bis 40 GHz durchgeführt werden. Dabei werden sowohl mode-tuned als auch mode-stirred Verfahren angewendet.

Beim mode-tuned Verfahren erfolgt eine diskrete, schrittweise Rotation des Tuners, beim mode-stirred Verfahren eine kontinuierliche und gleichmäßige Rotation. Ein CW-Signal wird über eine Antenne in die Kammer eingespeist und gleichzeitig mit einer Feldsonde sowie einer Empfangsantenne an definierten Positionen innerhalb eines quaderförmigen Prüfvolumens gemessen, während sich die Tunerstellung verändert.

Je nach Norm werden acht oder neun Messpositionen erfasst. Die Messungen werden zunächst in der leeren Kammer durchgeführt und anschließend mit beladenem Prüfvolumen (z. B. mit Absorbern) wiederholt. Auf Basis dieser Messdaten werden anschließend die normenspezifischen Kenngrößen und Validierungsergebnisse berechnet.

Einfluss des Prüflingstisches – Validation of Table Influence

Die Bewertung des Tischeinflusses (Table Influence) erfolgt gemäß CISPR 16-1-4 im Frequenzbereich von 200 MHz bis 18 GHz. Ziel ist es, den Einfluss des Prüflingstisches auf die Feldstärkemessung im Rahmen von Störaussendungsmessungen zu quantifizieren.

Dazu wird eine kompakte Sendeantenne (z. B. kleine Bikonus- oder omnidirektionale Antenne) in horizontaler Polarisation über dem Tisch positioniert und die empfangene Feldstärke in der nominalen Prüfentfernung gemessen. Anschließend wird der Tisch entfernt und die Messung unter identischen Bedingungen wiederholt. Aus der Differenz der beiden Messungen wird der Unsicherheitsbeitrag bestimmt, der im Unsicherheitsbudget für gestrahlte Störaussendungsmessungen zu berücksichtigen ist.

GTEM-Zellen Validierung

Die Validierung von GTEM-Zellen erfolgt gemäß IEC 61000-4-20 und dient der Charakterisierung der Feldbedingungen innerhalb der definierten Prüfebene. Die Größe und Lage der validierten Testebene ergeben sich aus der technischen Spezifikation der jeweiligen GTEM-Zelle.

Zur Bewertung wird das elektrische Feld in einer vertikalen Prüfebene kartiert. Dabei werden die eingespeiste Vorwärtsleistung sowie die resultierende elektrische Feldstärke erfasst. Auf Basis dieser Messdaten werden die normrelevanten Kenngrößen berechnet, darunter die Feldhomogenität (FU), die Unterdrückung sekundärer Feldkomponenten sowie die normierte Feldstärke (Mittelwert und Standardabweichung). Zusätzlich werden die erforderlichen Generator- und Leistungswerte für definierte Feldstärken bestimmt.

Der typische Frequenzbereich liegt zwischen 30 MHz und 3 GHz. 

Validierung

Ergänzende Informationen

Messgrößen, Bewertungsverfahren und Normbezug

Die Validierung erfolgt nach internationalen Normen und etablierten Messmethoden. Dabei werden messplatzspezifische Kenngrößen betrachtet, unter anderem die Bewertung der Feldhomogenität, die Dämpfungs- und Reflexionseigenschaften sowie die Stabilität der Messbedingungen (Re-Validierung) über Frequenz und Zeit.

Je nach Messumgebung kommen unterschiedliche Bewertungsgrößen zum Einsatz. In Absorberhallen und Antennenmessplätzen werden beispielsweise Parameter wie die Feldhomogenität oder die Reflexionscharakteristik (Normierte Felddämpfung, Site VSWR) untersucht. Bei Freifeld Messplätzen liegt der Fokus unter anderem auf der normgerechten Bewertung der Felddämpfung. In Schirmräumen wird zusätzlich die Abschirmwirkung als wesentlicher Einflussfaktor betrachtet.

Die Auswahl und Durchführung der Validierungsverfahren orientiert sich an relevanten Normen und Standards.

Ergebnis und Nutzen für den Betreiber

Das Ergebnis der Site Validation ist eine strukturierte und technisch belastbare Dokumentation des Messplatzstatus. Diese dient als Grundlage für interne Qualitätssicherung, für die Vorbereitung und Durchführung von Audits sowie für den langfristigen Betrieb und die Weiterentwicklung der Messinfrastruktur. Durch regelmäßige Validierungen lassen sich Veränderungen der Messumgebung frühzeitig erkennen und gezielt adressieren.

Seibersdorf Laboratories unterstützt damit Betreiber von HF-Messplätzen dabei, die Qualität ihrer Messungen nachhaltig abzusichern und die Anforderungen internationaler Normen zuverlässig zu erfüllen.

Normen für Validierung

  • CISPR 16-1-4, CISPR 16-1-6, CISPR 25, CISPR 32
  • ANSI C63.4, ANSI C63.5, ANSI C63.25.2
  • IEC 61000-4-3, IEC 61000-4-20, IEC 61000-4-21
  • MIL-STD-285, MIL-STD-461F/G
  • EN 50147-1
  • IEEE 299, IEEE 149, IEEE 1309
  • ETSI TS und TR (verschiedene Technical Reports und Technical Specifications)
  • ISO 11452-11, ISO 11451-5

Die genannten Normen unterscheiden sich teils erheblich in ihren Vorgaben zu Geometrie, Pegeln, Höhenprofilen und Messzyklen. Entsprechend muss jede Validierung gezielt auf die jeweilige Norm abgestimmt und messtechnisch sauber umgesetzt werden.

Eine Site Validation ist nicht für die Ewigkeit

Messgelände sind als Messgeräte zu betrachten und müssen daher regelmäßig kalibriert werden, auch wenn seit der letzten Bewertung keine baulichen Veränderungen vorgenommen wurden. Die Seibersdorf Laboratories als Marktführer für die herstellerunabhängige Validierung von EMV-Messgeländen bietet als Service die regelmäßige Rekalibrierung von Messgeländen an. Ziel dieses Services ist es, die rückverfolgbare Kalibrierung der EMV-Prüfstelle gemäß ISO 17025 für akkreditierte Prüflabore zu gewährleisten.

Dokumentation & Ergebnisse

Jede Validierung enthält:

  • Testbericht mit: Beschreibung des Verfahrens, den Messparametern, den eingesetzten Messgeräten, der Messunsicherheit und den Ergebnissen in grafischer und tabellarischer Form.
  • Messergebnisse in elektronischer Form 
Service für EMV-Messplätze

Akkreditierte Re-Kalibrierung

Der EMV-Messplatz (Semi Anechoic Chamber, Fully Anechoic Room) eines akkreditierten Prüflabors muss regelmäßig kalibriert werden (wie alle Prüfmittel). ISO 17025 fordert den Nachweis der Konformität des Messplatzes in regelmäßigen Abständen – auch dann, wenn seit der letzten Bewertung keine baulichen Änderungen vorgenommen wurden.

Seibersdorf Labor GmbH ist Marktführer für die herstellerunabhängige und akkreditierte Validierung von EMV-Messplätzen. Unser Team bietet einen Service für die regelmäßige Re-Kalibrierung von EMV-Messplätzen an.

Vorteile

  • akkreditierte Kalibrierung des EMV-Messplatzes
  • Bestätigung der Einhaltung der von den Normen geforderten Performance-Grenzen
  • Bericht zur Vorlage bei Kunden und Akkreditierungsstellen

Optionale Serviceleistungen

  • Troubleshooting und Verbesserungen am Messplatz
  • Optimierung des Aufbaus
Leistungen

Produkte & Messsysteme

Präzise HF-Produkte – Referenzantennen und Messsysteme für professionelle HF-Messungen

Unsere Produkte basieren auf umfassendem wissenschaftlichem Know-how und langjähriger Entwicklungserfahrung. Sie werden weltweit in Prüflaboren, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen eingesetzt, um Messplätze zu überprüfen, Kalibrierungen durchzuführen oder interne Qualitätssicherungssysteme aufzubauen.

Unsere Antennen – Genauigkeit auf höchstem Niveau

Die PLA-R und PLA-T (PLA – Precision Loop Antenna) sind aktive, batteriebetriebene Empfangs- und Sende-Loop-Antennen für den Frequenzbereich 9 kHz – 30 MHz. Sie sind für gestrahlte Störaussendungsmessungen (PLA-R) sowie für Site-Validation-Anwendungen wie Normalized Site Insertion Loss (NSIL) und Shielding Effectiveness (SE) ausgelegt (PLA-SET bestehend aus PLA-R und PLA-T).

Die POD 16 und POD 618 sind breitbandige, omnidirektionale Präzisions-Dipolantennen mit konisch geformten Antennenelementen unter einem HF-transparenten Radom. Die robuste Konstruktion ermöglicht ein sehr gutes, dipolähnliches Richtdiagramm bis 18 GHz. Vollständig konform zu CISPR 16-1-4 für Site Validation oberhalb von 1 GHz.

Die konischen Präzisions-Dipolantennen PCD 3100 (vollständig konform zu CISPR 16-1-4 für Site Validation unterhalb von 1 GHz) und PCD 8250 bieten dipolähnliche Richtcharakteristik bis 3 GHz sowie eine sehr hohe Antennensymmetrie.

PLA – Precision Loop Antenna

Die PLA-Antennen sind hochpräzise Antennen für den Frequenzbereich von 9 kHz bis 30 MHz und werden sowohl für Emissionsmessungen als auch für die Validierung von EMV-Messplätzen eingesetzt. Als PLA-R kommen sie im EMV-Labor als aktive Empfangsantenne für normkonforme Störaussendungsmessungen zum Einsatz und ermöglichen dank sehr niedrigem Eigenrauschen auch Messungen mit geringen Grenzwerten. Die Antennen können aktiv und – bei starken Emissionen – auch passiv betrieben werden, um Übersteuerungen zu vermeiden. Eine patentierte Sättigungsanzeige sorgt dabei für eine automatische und eindeutige Erkennung von Überlastsituationen im Messsystem. 

Für Validierungsaufgaben werden sie im PLA-Set paarweise genutzt, etwa für Normalized Site Insertion Loss- (NSIL) und Shielding-Effectiveness-Messungen (SE) in Absorberhallen. Integrierte Stative mit Laserausrichtung erleichtern die reproduzierbare Positionierung, und der batteriebetriebene Aufbau erlaubt einen flexiblen Einsatz ohne zusätzliche Verstärker oder externe Stromversorgung.

Manual

PLA-R Empfangsantenne

Die PLA-R ist eine aktive, batteriebetriebene Loop-Antenne für normkonforme Messungen gestrahlter Störaussendungen. Aufgrund des breiten Frequenzbereichs von 9 kHz bis 30 MHz ist sie für alle gängigen Emissionsnormen geeignet.

Ein sehr niedriges Eigenrauschen ermöglicht Konformitätsmessungen auch bei geringen Grenzwerten. Zusätzlich verhindert der passive Betriebsmodus, dass starke Emissionen – z. B. bei Wireless-Charging-Anwendungen – den Vorverstärker übersteuern.

Dank integriertem Stativ ist die Positionierung schnell und komfortabel, da die Loop-Antenne in x-, y- und z-Ausrichtung orientiert werden muss. Zwei integrierte Laserpunkte unterstützen die Ausrichtung.

Sättigungsanzeige

Die patentierte Schaltung verhindert Fehlmessungen. Im Überlastfall erzeugt die PLA-R ein gepulstes Signal, das den EMI-Empfänger gezielt sättigt. Die Messsoftware erkennt dies „automatisch“ – zusätzliche Übersteuerungs-Kontrollmechanismen sind nicht erforderlich. Das funktioniert mit allen modernen EMI-Empfängern und gängiger Testsoftware.

Produkt-Highlights

  • Aktiver und passiver Betrieb
  • Patentierte Sättigungsanzeige
  • Sehr niedriges Eigenrauschen
  • Erfüllt die Anforderungen von CISPR 16-1-4
  • Integriertes Stativ mit Laserausrichtung
  • Batteriebetrieben
  • Akkreditierte Kalibrierung inkludiert
  • Transport-/Flightcase inklusive

Applicable Standards

  • CISPR 14 
  • CISPR 11
  • CISPR 36

PLA-SET für Site Validation

Das PLA-Set besteht aus zwei aktiven, batteriebetriebenen Loop-Antennen für Site Validation. Mit dem Frequenzbereich von 9 kHz bis 30 MHz eignet es sich für Normalized Site Insertion Loss (NSIL)-Messungen sowie für Shielding-Effectiveness-(SE)-Messungen.

NSIL-Messungen in 3 m, 5 m und 10 m Distanz sind dank ausreichend großer Dynamik, kompletter Dokumentation und Kalibrierung komfortabel durchführbar. Aufbau und Ausrichtung erfolgen einfach über das integrierte Stativ- und Lasersystem. Eine Entkopplungseinheit zur Vermeidung von Masseschleifen ist enthalten.

Shielding Effectiveness (SE) lässt sich mit hoher Dynamik messen. Externe Leistungsverstärker oder Low-Noise-Vorverstärker sind nicht erforderlich.

Produkt-Highlights

  • Aktive Sende- und Empfangsantenne
  • Integriertes Stativ mit Laserausrichtung
  • Hohe Sendeleistung
  • Sehr niedriges Eigenrauschen
  • Batteriebetrieben
  • Akkreditiere Kalibrierung inkludiert

Applicable Standards

  • CISPR 16-1-4
  • EN 50147-1
  • IEEE 299

POD-Serie

Die POD (Precision Omnidirectional Dipole)-Antennen sind breitbandige, omnidirektionale Präzisions-Dipole für den Frequenzbereich von 1 GHz bis 18 GHz und werden speziell für die Validierung von EMV-Messplätzen oberhalb von 1 GHz eingesetzt. Die Modelle POD 16 (1–6 GHz) und POD 618 (6–18 GHz) erfüllen die Anforderungen der CISPR 16-1-4 und eignen sich damit für normkonforme Site-Validation-Messungen.

Durch ihre robuste Bauform mit konisch geformten Strahlerelementen unter einer HF-transparenten Radome erreichen die Antennen ein sehr gleichmäßiges, dipolähnliches Richtdiagramm mit geringer Anisotropie über den gesamten Frequenzbereich. Neben der Messplatzvalidierung werden sie auch für breitbandige Feldstärkemessungen eingesetzt. Jede Antenne wird mit akkreditiertem Kalibrierzertifikat geliefert und kann optional mit speziell abgestimmtem Antennenstativ sowie erweiterten Richtdiagramm- und Antennenfaktor-Kalibrierungen ergänzt werden.

POD Precision Omnidirectional Dipoles 1 – 18 GHz

Die Precision Omnidirectional Dipoles POD 16 und POD 618 sind vollständig konform zu CISPR 16-1-4 für Site Validation oberhalb von 1 GHz.

Die POD 16 und POD 618 sind breitbandige Präzisions-Dipolantennen mit konisch geformten Antennenelementen unter einer HF-transparenten Radome. Die robuste Konstruktion ermöglicht ein sehr gutes, dipolähnliches Richtdiagramm bis 18 GHz.
 

Anwendungen

  • Site Validation
  • Breitbandiges Feldstärke Monitoring

Technische Daten POD 16

  • Frequenzbereich 1 GHz – 6 GHz
  • Öffnungswinkel (3 dB) > 65°
  • H-Ebene-Anisotropie < ± 0,8 dB
  • Max. Eingangsleistung 30 dBm
  • Anschluss: SMA

Technische Daten POD 618

  • Frequenzbereich 6 GHz – 18 GHz
  • Öffnungswinkel (3 dB) > 60°
  • H-Ebene-Anisotropie < ±0,8 dB
  • Max. Eingangsleistung 30 dBm
  • Anschluss: SMA

Lieferumfang: akkreditiertes Kalibrierzertifikat, Transportkoffer und Handbuch

Optionen

  • Antennenstativ für Site-Validation-Messungen gemäß CISPR 16-1-4
  • Akkreditierte Kalibrierung von Richtdiagramm und Antennenfaktor (1° Auflösung, 1‑GHz‑Schritte)
  • HF-Kabel und Transportkoffer
     

Technische Details POD Antennen (Produktblatt)

Technische Details POD Stativ (Produktblatt)

Manual

PCD-Serie

Die PCD (Precision Conical Dipole ) -Antennen sind hochpräzise konische Dipolantennen für breitbandige Feldstärkemessungen im Frequenzbereich von 30 MHz bis 3 GHz. Sie werden sowohl für normkonforme Messplatzvalidierungen als auch für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der HF-Expositions- und Sicherheitsbewertung eingesetzt.

Die Modelle PCD 3100 und PCD 8250 zeichnen sich durch eine sehr hohe Symmetrie und reproduzierbare Messcharakteristik aus und eignen sich damit als Referenzantennen für präzise Messungen im Labor, in Absorberhallen und im Feld. Während die PCD 3100 insbesondere für Site-Validation-Messungen nach CISPR 16-1-4 ausgelegt ist, deckt die PCD 8250 einen erweiterten Frequenzbereich bis 3 GHz ab und wird bevorzugt für Expositions- und Feldstärkemessungen in der Nähe von Sendeanlagen eingesetzt. Umfangreiche Kalibrier- und Montagemöglichkeiten ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Messaufgaben.

Precision Conical Dipole – PCD 3100 & PCD 8250

Hochpräzise Referenzantennen für

  • Site-Validation-Messungen gemäß CISPR 16-1-4 in Fully Anechoic Rooms
  • Präzise HF-Sicherheitsmessungen (z. B. bei Rundfunksendern)
  • Expositionsbewertung in der Nähe von Mobilfunkanlagen (z. B. GSM/UMTS-Basisstationen)
  • Breitbandige Präzisions-Feldstärkemessungen aller Art
  • Messungen gemäß unserer Field-Nose-Methode (PCD 8250)

Technische Daten PCD 3100

  • Frequenzbereich: 30 MHz – 1 GHz
  • Leistungsfestigkeit: max. 20 dBm Eingang
  • Abmessungen: Antennenbreite 21 cm (gesamt)
  • Symmetrie: besser als ± 0,15 dB
  • Anschluss: SMA (female)

Technische Daten PCD 8250

  • Frequenzbereich: 80 MHz – 3 GHz
  • Abmessungen: Antennenbreite 13 cm
  • Balun-Symmetrie: besser als ± 0,15 dB
  • Empfindlichkeit:
     – 0,8 mV/m bei 80 MHz
     – 0,1 mV/m bei 600 MHz
     – 0,2 mV/m bei 900 MHz
     – 0,4 mV/m bei 1800 MHz
     – 1,1 mV/m bei 2500 MHz
  • Anschluss: SMA (female)

Technische Daten POD 16

  • Frequenzbereich 1 GHz – 6 GHz
  • Öffnungswinkel (3 dB) > 65°
  • H-Ebene-Anisotropie < ± 0,8 dB
  • Max. Eingangsleistung 30 dBm
  • Anschluss: SMA

Technische Daten POD 618

  • Frequenzbereich 6 GHz – 18 GHz
  • Öffnungswinkel (3 dB) > 60°
  • H-Ebene-Anisotropie < ±0,8 dB
  • Max. Eingangsleistung 30 dBm
  • Anschluss: SMA

Lieferumfang: akkreditiertes Kalibrierzertifikat, Transportkoffer und Handbuch

Optionen

  • Individuelle Kalibrierdaten
  • Akkreditierte individuelle Freiraumkalibrierung mit Zertifikat (PCD 8250)
  • Ferritkabel (verschiedene Längen, z. B. 5 m oder 10 m)
  • Software CalStan für Site-Validation-Messungen
  • Antennenhalter für horizontale und vertikale Montage auf Stativen
  • Spezial-Antennenhalter zur Montage am Antennenmast
  • Spezial-Antennenhalter für Add3D-Messungen zur Montage auf Stativen (PCD 8250)

Lieferumfang

  • Typische Freiraum-Kalibrierdaten / individuelle Kalibrierdaten (optional)
  • Transportkoffer
  • Handbuch

RefRad - Referenzsender für Validierungs- und Vergleichsmessungen

Die RefRad-Familie umfasst Referenzgeneratoren und -strahler zur Überprüfung und Absicherung von EMV- und EMF-Messsystemen für leitungsgebundene und gestrahlte Messungen. Sie werden eingesetzt, um Messaufbauten vor Prüfungen gezielt zu verifizieren (System – Check), fehlerhafte Instrumente frühzeitig zu erkennen und damit Wiederholungsmessungen zu vermeiden. Gleichzeitig unterstützen RefRad-Systeme die Anforderungen der ISO/IEC 17025 an die regelmäßige Verifikation von Prüfmitteln und schaffen Vertrauen in die Messergebnisse.

Allen RefRad-Geräten gemeinsam ist das Prinzip der integrierten Signalquelle: Ein Generator ist direkt in das Antennenelement eingebaut, wodurch keine Verbindungskabel zwischen Generator und Antenne erforderlich sind. Dies ermöglicht reproduzierbare Messbedingungen und eine realistische Simulation des Abstrahlverhaltens.

Der RefRad X Kammgenerator deckt den Frequenzbereich von 10 kHz bis 3 GHz ab und kann sowohl für leitungsgebundene als auch – mit aufgesetztem Antennenelement – für gestrahlte Systemchecks eingesetzt werden. Er eignet sich insbesondere für die regelmäßige Überprüfung von EMV-Messplätzen, normierte Standortdämpfungsmessungen und Vergleichsmessungen zwischen Laboren.

Der RefRad 18 erweitert den Einsatzbereich bis 18 GHz und basiert auf einem innovativen Konzept mit integrierter Richtantenne. Durch höhere Ausgangsleistung, wählbare Feldstärkestufen und ein sehr konstantes Frequenzverhalten ist er ein flexibles Werkzeug für schnelle und präzise Systemchecks, Kalibrier- und Vergleichsmessungen im Hochfrequenzbereich.

RefRad X – Referenzsender für klassische HF-Anwendungen

RefRad X Kammgenerator

Kammgenerator RefRad X mit hochpräzisem internem Oszillator, optimiertem Gehäuse, hoher Batteriekapazität und OLED-Display ist speziell zur Qualitätsprüfung gestrahlter und leitungsgebundener EMV- und EMF-Tests ausgelegt.

Der RefRad X Kammgenerator kann für leitungsgebundene Messungen verwendet werden. Mit aufgesetztem Antennenelement wird das Gerät zur RefRad X Field Source für gestrahlte Systemchecks – ohne Verbindungskabel. Der hochgenaue eingebaute Oszillator (Frequenzstabilität ±20 ppb) kann auf die Referenzfrequenz des EMI-Empfängers des Kunden abgeglichen werden (bis ±5 ppb möglich), um die Dynamik zu erhöhen und die Messzeit zu reduzieren.

Der Kammgenerator ist in ein konisches Antennenelement integriert. Dadurch ist kein Kabel zwischen Antenne und Generator erforderlich. Das ermöglicht reproduzierbare Messergebnisse und eine zuverlässige Simulation des Abstrahlverhaltens. Drei umschaltbare Frequenzraster stehen zur Verfügung: 10 kHz, 1 MHz und 5 MHz.

Damit ist der RefRad X ein wertvolles Werkzeug, um die Qualität von EMV-Tests im Frequenzbereich von 10 kHz bis 3 GHz abzusichern.

Anwendungen als Field Source

  • Messungen der normierten Standortdämpfung in Fully Anechoic Rooms (FAR)
  • Systemchecks für Prüflabore (gestrahlte Störaussendung)
  • Schirmdämpfungsmessungen
  • Untersuchung des Einflusses von Tisch und Mast
  • Laborvergleichsmessungen
  • Korrelation von Messplätzen (gleicher Typ)
  • Korrelation alternativer Prüfmethoden

Anwendungen als Kammgenerator

  • Systemchecks für Prüflabore (gestrahlte Störaussendung)
  • Systemchecks für Prüflabore (leitungsgebundene Störaussendung)
  • Kabeldämpfungs-Kalibrierungen
  • Messungen der normierten Felddämpfung (SAC und FAR)
  • Laborvergleichsmessungen
  • Korrelation von Messplätzen (gleicher Typ)
  • Korrelation alternativer Prüfmethoden
  • Hallenfaktor-Messungen
  • Untersuchung des Einflusses von Tisch und Mast

RefRad 18 Reference Radiator

Der RefRad18 ist ein innovativer Referenzstrahler mit integrierter Richtantenne für den Frequenzbereich 1 – 18 GHz. Über den Koaxialausgang kann er auch für leitungsgebundene Messungen verwendet werden. OLED-Display und benutzerfreundliche Bedienung ermöglichen einen einfachen Einsatz.

Besondere Merkmale

Im Vergleich zu herkömmlichen Kammgeneratoren bietet das innovative Konzept zur Signalerzeugung im RefRad 18 mehrere Vorteile:

  • Höhere Ausgangsleistung
  • Flacher Frequenzgang (Koaxialausgang)
  • Zwei Pegel (HI/LO) für Feldstärkemessungen und Koaxialanwendungen
  • Ausgezeichnete Frequenzstabilität durch Temperaturkompensation
  • Frequenzbereich 1 – 6 GHz oder 1 – 18 GHz wählbar
  • Li-Ion Akku, USB-C Ladegerät
  • akkreditierte Kalibrierung inkludiert

Das neue Konzept des RefRad 18 erfordert im Vergleich zu einem klassischen Kammgenerator eine andere Messmethode. Der Synthesizer erzeugt Signale in 50‑MHz‑Schritten (1–4 GHz), 100‑MHz‑Schritten (4–8 GHz) und 200‑MHz‑Schritten (8–18 GHz). Die minimale Messzeit pro Frequenz beträgt 500 µs; damit kann der gesamte Sweep von 1–18 GHz in 11,4 s durchgeführt werden. Für EMI-Empfänger sind geeignete Einstellungen von Bandbreiten und Messzeit wesentlich, um korrekte Ergebnisse sicherzustellen. Spektrumanalysatoren müssen im Zero-Span betrieben werden. Kompatibel mit den gängigsten Programmen zur EMV-Messung – selbstverständlich auch mit CalStan 11.

Typische Anwendungen

  • Systemchecks für Aufbauten der gestrahlten und leitungsgebundenen Störaussendung
  • Kabeldämpfungs-Kalibrierungen
  • Laborvergleichsmessungen und Eignungsprüfungen (Proficiency Testing)
  • Schirmdämpfungsmessungen
  • Korrelation alternativer Prüfmethoden
  • Forschung und Entwicklung
     

Technische Details (Produktblatt)

Manual

CalStan 11 – RF-Messsoftware

CalStan 11 ist ein Softwaretool zur Automatisierung von Hochfrequenz Messungen. Die Messungen erfolgen durch die Ansteuerung von Geräten über GPIB, USB oder LAN; Messwerte werden erfasst und ausgewertet. Ziel der Software ist die Durchführung von Kalibrierungen und Validierungen von Geräten und Einrichtungen wie Antennen, Kabeln, Messplätzen und Prüfaufbauten.

Jeder Messtyp ist als Plugin in die Basisanwendung integriert. Dadurch lässt sich die Software um neue Funktionen erweitern. Ein vergleichbarer Ansatz wird bei Gerätetreibern verwendet, sodass die Unterstützung für neue Messgeräte auf Kundenwunsch ergänzt werden kann.

Verfügbare Mess-Plugins

  • Site-VSWR-Messung
  • NSIL-Messung in Absorberhallen
  • NSA-Messung in Absorberhallen
  • Kabeldämpfung
  • Experimentelle Messung

Technische Details (Produktblatt)

Manual

CalStan 11 - Installer

 

Warum unsere Produkte langfristig überzeugen

Unsere Produkte sind für den täglichen Einsatz im Labor und auf dem Messplatz entwickelt. Eine robuste Konstruktion sorgt für Zuverlässigkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen, während die einfache Handhabung den effizienten Einsatz im Alltag unterstützt. Hohe Langzeitstabilität und reproduzierbare Messergebnisse schaffen Vertrauen – heute wie in Zukunft. Dass unsere Systeme weltweit bei führenden Prüfzentren im Einsatz sind und auch von unseren eigenen Messtechnikern täglich verwendet werden, unterstreicht ihren praktischen Nutzen und ihre Qualität.

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