Über Uns
Hochfrequenztechnik mit metrologischer Kompetenz und Anwendungserfahrung
- Unsere Rolle / Kompetenz / Unser Anspruch
- Technische Ausstattung
- Qualitätsmanagement & Akkreditierung
Hochfrequenztechnik mit metrologischer Kompetenz und Anwendungserfahrung
Der Fachbereich Hochfrequenztechnik der Seibersdorf Laboratories steht für präzise, akkreditierte Messungen und fundierte messtechnische Expertise. Wir verbinden metrologische Kompetenz mit langjähriger Erfahrung aus Industrie, Forschung und regulatorischen Anwendungen.
Unser Ziel sind technisch belastbare, nachvollziehbare Messergebnisse als verlässliche Grundlage für Entwicklung, Qualitätssicherung und Konformitätsbewertung.
Als Teil der Seibersdorf Laboratories arbeiten wir eingebettet in eine Organisation mit jahrzehntelanger wissenschaftlicher und unabhängiger Prüferfahrung. Messaufgaben betrachten wir dabei stets im Kontext von Systemen, Prozessen und normativen Anforderungen – für reproduzierbare und langfristig belastbare Ergebnisse.
Der Fachbereich Hochfrequenztechnik der Seibersdorf Laboratories verfügt über eine umfangreiche und vielseitige technische Ausstattung für Kalibrierungen, Messplatzvalidierungen, Referenzmessungen und Forschungsaufgaben im Hochfrequenzbereich. Die eingesetzten Messsysteme und Einrichtungen sind darauf ausgelegt, reproduzierbare und normkonforme Messergebnisse über einen breiten Frequenzbereich hinweg zu ermöglichen.
Die technische Infrastruktur wird kontinuierlich gewartet, weiterentwickelt und an neue messtechnische Anforderungen angepasst. Dadurch kann der Fachbereich sowohl standardisierte Messaufgaben als auch komplexe oder neuartige Hochfrequenzanwendungen zuverlässig unterstützen.
Für Hochfrequenzmessungen und Kalibrieraufgaben stehen bei Seibersdorf Laboratories spezialisierte Messumgebungen zur Verfügung, die gezielt für präzise und rückführbare Verfahren ausgelegt sind. Dazu zählt unter anderem eine der weltweit größten Absorberhallen, die speziell für die Kalibrierung von EMV-Messantennen konzipiert wurde. Ergänzt wird diese Infrastruktur durch ein Referenz-Freifeld-Messgelände, das als Primärstandard für Antennenkalibrierungen dient und definierte Ausbreitungsbedingungen gewährleistet.
Für spezielle Anwendungen stehen darüber hinaus eine TEM-Zelle mit 1,4 m Septumhöhe – unter anderem zur Kalibrierung von Loop-Antennen – sowie mehrere Absorberhallen und Modenverwirbelungskammern (Reverberation Chambers) zur Verfügung. Letztere ermöglichen insbesondere Sondenkalibrierungen bei sehr hohen Feldstärken unter kontrollierten Bedingungen.
Die Kombination dieser Messeinrichtungen erlaubt es, Antennen, Feldsonden und Referenzsysteme über unterschiedliche Frequenz- und Pegelbereiche hinweg präzise zu charakterisieren. Unterstützt wird dies durch moderne HF-Messgeräte wie Messempfänger, Spektrumanalysatoren, Signalgeneratoren und Leistungsverstärker, die je nach Messaufgabe gezielt kombiniert werden. Alle eingesetzten Messketten werden regelmäßig überprüft und kalibriert, um die Eignung für anspruchsvolle Messaufgaben sicherzustellen. Dadurch bleiben Messergebnisse langfristig vergleichbar, normkonform und auditfähig dokumentierbar.
Die technische Ausstattung umfasst zudem spezialisierte Softwarelösungen zur Messsteuerung, Datenerfassung und Auswertung. Diese unterstützen die strukturierte Durchführung von Messungen, die statistische Auswertung sowie die GUM-konforme Bestimmung von Messunsicherheiten. Die Ergebnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und bilden die Grundlage für Kalibrierscheine, Validierungsberichte oder technische Stellungnahmen.
Der Fachbereich Hochfrequenztechnik der Seibersdorf Laboratories arbeitet auf Basis eines etablierten Qualitätsmanagementsystems, das die zuverlässige, nachvollziehbare und reproduzierbare Durchführung von Hochfrequenzmessungen sicherstellt. Alle Leistungen werden unter klar definierten organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen erbracht, um den hohen Anforderungen von Industrie, Forschung und akkreditierten Prüfumgebungen gerecht zu werden.
Das Qualitätsmanagement bildet die Grundlage für konsistente Messprozesse, transparente Dokumentation und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der eingesetzten Verfahren. Es stellt sicher, dass Messungen unabhängig, objektiv und nach anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden.
Kalibrierungen und ausgewählte Messdienstleistungen im Bereich Hochfrequenztechnik werden im Rahmen der Akkreditierung nach ISO/IEC 17025 durchgeführt. Diese Norm definiert international anerkannte Anforderungen an die fachliche Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien sowie an die Qualität der angewandten Messverfahren.
Der akkreditierte Umfang umfasst jene Verfahren und Messgrößen, die regelmäßig überprüft und im Rahmen von Begutachtungen bewertet werden. Die jeweils gültigen akkreditierten Messbereiche, Verfahren und Unsicherheiten sind im offiziellen Akkreditierungsumfang dokumentiert und stellen die verbindliche Grundlage für akkreditierte Leistungen dar.
Darüber hinaus orientieren sich auch nicht akkreditierte Dienstleistungen an denselben qualitätsgesicherten Prozessen, Methoden und Dokumentationsstandards.
Ein zentrales Element des Qualitätsmanagements ist die metrologische Rückführbarkeit aller relevanten Messgrößen. Diese wird durch den Einsatz rückführbar kalibrierter Referenzstandards, regelmäßige Überprüfungen der Messmittel sowie klar definierte Messketten sichergestellt.
Die Bestimmung der Messunsicherheit erfolgt gemäß den Vorgaben des Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement (GUM). Die Unsicherheiten werden nachvollziehbar analysiert, dokumentiert und – sofern relevant – im Kalibrierschein oder Messbericht ausgewiesen. Dadurch erhalten Kunden eine transparente Grundlage für die Bewertung und Weiterverwendung der Messergebnisse.
Alle Messungen, Kalibrierungen und Validierungen werden strukturiert dokumentiert. Die verwendeten Messverfahren, eingesetzten Messmittel und relevanten Randbedingungen sind nachvollziehbar festgehalten. Diese Dokumentation ermöglicht es Kunden, Messergebnisse intern weiterzuverwenden, in Qualitätsprozesse einzubinden oder gegenüber Dritten nachzuweisen.
Das Qualitätsmanagementsystem wird regelmäßig intern überprüft und im Rahmen externer Begutachtungen bewertet. Erkenntnisse aus Audits, Kundenrückmeldungen und technischen Weiterentwicklungen fließen kontinuierlich in die Optimierung der Prozesse ein.
Um Transparenz und Klarheit zu gewährleisten, wird bei allen Leistungen eindeutig zwischen akkreditierten und nicht akkreditierten Tätigkeiten unterschieden. Diese Unterscheidung erfolgt sowohl in der Angebotsphase als auch in der Ergebnisdokumentation.
Für akkreditierte Leistungen gelten ausschließlich die im Akkreditierungsumfang festgelegten Bedingungen. Nicht akkreditierte Leistungen werden klar als solche gekennzeichnet, orientieren sich jedoch ebenfalls an den etablierten Qualitäts- und Dokumentationsstandards der Seibersdorf Laboratories.