Flugdosimetrie-Service für Luftfahrtunternehmen
Rechtskonforme Ermittlung und Meldung der Strahlenexposition von Flugpersonal.
Rechtskonforme Ermittlung und Meldung der Strahlenexposition von Flugpersonal.
Die Seibersdorf Labor GmbH bietet Luftfahrtunternehmen einen akkreditierten Flugdosimetrie-Service zur rechtskonformen Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der kosmischen Strahlenexposition von Flugpersonal gemäß nationalen und europäischen Strahlenschutzvorschriften.
Flugdosimetrie bezeichnet die systematische Berechnung und Bewertung der Strahlenbelastung von Pilot:innen und Kabinenpersonal durch kosmische Strahlung in Reiseflughöhe. Grundlage sind international anerkannte Berechnungsmodelle sowie – bei Bedarf – ergänzende Messverfahren.
Unsere Leistungen unterstützen Sie dabei:
Mit wissenschaftlicher Expertise, validierten Modellen und langjähriger Erfahrung im Bereich ionisierende Strahlung und Dosimetrie sind wir Ihr kompetenter Partner für Strahlenschutz in der Luftfahrt.
Flugdosimetrie bezeichnet die systematische Ermittlung, Berechnung und Bewertung der Strahlenexposition von fliegendem Personal (Pilot:innen, Kabinenpersonal und ggf. Vielflieger:innen) durch kosmische Strahlung während des Flugbetriebs. Sie basiert auf anerkannten Rechenmodellen und – wenn erforderlich – ergänzenden Messungen. Zweck ist die rechtskonforme Bestimmung der effektiven Dosis, die durch Höhenstrahlung in Reiseflughöhe aufgenommen wird. Flugdosimetrie ist ein essenzieller Baustein des betrieblichen Strahlenschutzes für Luftfahrtunternehmen.
In großer Höhe nimmt der Schutz durch die Erdatmosphäre ab – dadurch ist die Intensität ionisierender kosmischer Strahlung deutlich höher als am Erdboden. Diese Strahlung besteht aus hochenergetischen Teilchen und Sekundärteilchen, die beim Durchdringen der Atmosphäre entstehen. Während Passagiere nur kurzfristig exponiert sind, ist Flugpersonal beruflich wiederholt und regelmäßig hohen Strahlendosen ausgesetzt. Schon vergleichsweise moderate jährliche Dosen stellen eine relevante Größe für den Strahlenschutz dar.
Zur Einordnung: Natürliche Strahlenexposition am Boden beträgt durch kosmische Strahlung im Mittel etwa 0,3 mSv pro Jahr, kombiniert mit terrestrischer Strahlung insgesamt rund 2 – 3 mSv/Jahr für die Allgemeinbevölkerung.
| Situation | Typische effektive Dosis |
|---|---|
| Am Boden (kosmisch) | ~0,3 mSv/Jahr |
| Flughöhe (~10 km) pro Stunde | ~1 – 10 µSv/h |
| Transatlantikflug | ~0,1 mSv |
| Flugpersonal jährlich | ~2 – 5 mSv/Jahr |
In großer Höhe ist der atmosphärische Schutz geringer und das Erdmagnetfeld weniger wirksam – daher steigt die Strahlenexposition deutlich gegenüber dem Boden. Die Luftfahrzeughülle bietet nur begrenzte Abschirmung gegen diese Höhenstrahlung.
Die tatsächliche Strahlenbelastung hängt von mehreren physikalischen Faktoren ab:
Flughöhe: Höhere Flughöhen bedeuten weniger atmosphärischen Schutz – folglich höhere Strahlenraten.
Breitengrad: In Polregionen ist der geomagnetische Schutz geringer als am Äquator, was zu höheren Dosen führt.
Sonnenaktivität:
Diese Faktoren machen Flugdosimetrie komplex: Berechnungsmodelle und Softwarelösungen müssen sie berücksichtigen, um genaue Dosisermittlungen zu liefern.
Verständnis der Flugdosimetrie ist entscheidend für Luftfahrtunternehmen, um ihre gesetzlichen Pflichten im Strahlenschutz zu erfüllen, Risiken für Crewmitglieder einzuschätzen und wirksame Schutzmaßnahmen zu planen. Regelmäßige Dosisermittlungen unterstützen Compliance, Sicherheit und Transparenz gegenüber Behörden und Beschäftigten.
Die Exposition durch kosmische Strahlung betrifft alle Personen, die sich regelmäßig in großer Flughöhe aufhalten. Für Luftfahrtunternehmen ist es daher entscheidend zu wissen, welche Personengruppen unter die strahlenschutzrechtliche Überwachung fallen.
Pilotinnen und Piloten zählen aufgrund ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Reiseflughöhen von 8.000 bis 12.000 Metern zu den am stärksten exponierten Berufsgruppen im zivilen Luftverkehr.
Abhängig von Flugprofil, Einsatzgebiet und jährlicher Flugzeit können effektive Jahresdosen im Bereich von 2 bis 6 mSv auftreten.
Damit liegen Pilot:innen häufig über dem Schwellenwert von 1 mSv pro Jahr, ab dem eine verpflichtende Dosisermittlung gemäß EU-Strahlenschutzrecht erforderlich ist.
Auch Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sind während jedes Fluges der erhöhten kosmischen Strahlung ausgesetzt.
Besonders bei intensiven Langstreckeneinsätzen können die Jahresdosen im selben Bereich wie bei Pilotinnen und Piloten liegen.
Für Luftfahrtunternehmen bedeutet das:
Kabinenpersonal ist in der Regel ebenso als beruflich exponierte Personengruppe zu betrachten und in die systematische Dosisermittlung einzubeziehen.
Langstreckenflüge führen zu längeren Expositionszeiten pro Einsatz.
Flüge über hohe Breitengrade (z. B. Nordatlantik- oder Polarrouten) weisen zusätzlich erhöhte Dosisleistungen auf, da der geomagnetische Schutz in diesen Regionen geringer ist.
Crewmitglieder auf solchen Routen erreichen daher häufig höhere Jahresdosen als Kolleg:innen im Kurzstreckenbetrieb.
Für Airlines mit interkontinentalem Streckennetz ist eine präzise Dosisermittlung daher besonders relevant.
Mit der Entwicklung neuer kommerzieller Flugkonzepte – etwa suborbitaler Flüge oder extrem hoch fliegender Geschäftsreiseflugzeuge – entstehen zusätzliche strahlenschutzrelevante Fragestellungen.
In größeren Höhen steigt die Strahlenintensität weiter an.
Unternehmen, die innovative Flugprofile einsetzen oder planen, sollten frühzeitig prüfen, welche strahlenschutzrechtlichen Anforderungen sich daraus ergeben.
Ein besonders sensibler Bereich betrifft schwangere Crewmitglieder.
Sobald eine Schwangerschaft gemeldet wird, gelten verschärfte Schutzanforderungen. Die Dosis des ungeborenen Kindes darf gemäß Strahlenschutzrecht einen Wert von 1 mSv für den verbleibenden Zeitraum der Schwangerschaft nicht überschreiten.
Daher ist eine transparente und zeitnahe Dosisermittlung essenziell, um:
Eine professionelle Flugdosimetrie schafft hier die notwendige Entscheidungsgrundlage.
In der Europäischen Union ist die strahlenschutzrechtliche Grundlage durch die Richtlinie 2013/59/Euratom geregelt.
Für Luftfahrtunternehmen gilt:
Sobald die effektive Jahresdosis von Crewmitgliedern 1 Millisievert (1 mSv) erreichen oder überschreiten kann, entstehen verbindliche Verpflichtungen zur Dosisermittlung und Überwachung.
Diese Vorgabe wurde sowohl in Österreich als auch in Deutschland in nationales Recht umgesetzt.
Für viele Luftfahrtunternehmen stellt sich nicht die Frage, ob kosmische Strahlung relevant ist – sondern welche Crewgruppen betroffen sind.
Das von uns bereitgestellte Netzdiagramm zur Dosisermittlung (1 mSv) bietet eine schnelle, praxisnahe Einordnung. Es zeigt, bei welchen Kombinationen aus Flugstunden, Flughöhe und Route der strahlenschutzrechtlich maßgebliche Schwellenwert von 1 mSv pro Jahr erreicht wird.
Das Diagramm berücksichtigt:
Damit lässt sich rasch erkennen, ob Teile Ihres Flugbetriebs in einen Bereich fallen, in dem eine systematische und dokumentierte Dosisermittlung erforderlich wird.
Wenn das Diagramm zeigt, dass bestimmte Cockpit- oder Kabinencrews den Bereich von 1 mSv pro Jahr erreichen oder überschreiten könnten, ist eine fundierte, akkreditierte Dosisermittlung erforderlich, um:
Das Netzdiagramm gibt Ihnen die erste belastbare Orientierung.
Die rechtsverbindliche Dosisermittlung erfolgt anschließend durch eine akkreditierte Prüfstelle.
Rechtsgrundlage:
Erreicht oder überschreitet fliegendes Personal voraussichtlich 1 mSv pro Jahr, muss das Unternehmen:
Die zuständige Behörde ist das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) bzw. die jeweils zuständige Strahlenschutzbehörde.
Rechtsgrundlage:
Auch hier gilt die 1-mSv-Schwelle als entscheidender Auslöser.
Unternehmen müssen:
Zuständig sind in Deutschland die jeweiligen Landesbehörden für Strahlenschutz.
Für international operierende Airlines bedeutet das:
Auch bei identischem EU-Rechtsrahmen unterscheiden sich die administrativen Melde- und Dokumentationsprozesse zwischen Österreich und Deutschland.
Da die EU-Richtlinie in allen Mitgliedstaaten umgesetzt wurde, gilt europaweit:
Bei grenzüberschreitendem Einsatz von Crewmitgliedern müssen Airlines sicherstellen, dass die Dosiswerte konsistent und rechtskonform ermittelt und verwaltet werden.
Wird die 1-mSv-Schwelle erreicht oder kann sie erreicht werden, ist eine kontinuierliche und nachvollziehbare Dosisermittlung erforderlich.
Diese umfasst:
Die Überwachung ist kein einmaliger Vorgang, sondern Teil eines dauerhaften Strahlenschutzkonzepts.
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland müssen die ermittelten Dosiswerte:
Fehlende oder unzureichende Dokumentation kann als Verstoß gegen strahlenschutzrechtliche Pflichten gewertet werden.
Die Bewertung der Exposition ist regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, insbesondere bei:
In der Praxis empfiehlt sich eine regelmäßige Neubewertung – insbesondere bei strukturellen Änderungen im Flugbetrieb.
Erreicht oder überschreitet fliegendes Personal die Schwelle von 1 mSv pro Jahr, entstehen:
Für Airlines mit intensiver Kurzstrecke, Langstreckenbetrieb oder Polarrouten ist diese Schwelle häufig schneller erreicht als angenommen.
Eine fundierte, akkreditierte Dosisermittlung schafft Rechtssicherheit in Österreich, Deutschland und im gesamten EU-Raum.
Wir unterstützen Sie dabei, die strahlenschutzrechtlichen Anforderungen für fliegendes Personal rechtskonform, effizient und nachvollziehbar zu erfüllen. Unser Service deckt den gesamten Prozess ab – von präziser Dosisermittlung über laufende Überwachung bis zu individueller Beratung in komplexen Fällen.
Ihr Nutzen auf einen Blick:
Die Ermittlung der Strahlenexposition von Flugpersonal erfolgt heute überwiegend auf Basis validierter physikalischer Berechnungsmodelle. Diese berücksichtigen unter anderem:
Die Seibersdorf Labor GmbH setzt etablierte, international anerkannte Modelle ein und kombiniert diese mit eigener fachlicher Expertise im Bereich Strahlenphysik und Dosimetrie.
AVIDOS (Aviation Dosimetry System) ist ein wissenschaftlich entwickeltes Berechnungsmodell zur Ermittlung der kosmischen Strahlenexposition in Flughöhen.
Es dient der Bestimmung der effektiven Dosis, die Flugpersonal und Passagiere während eines Fluges durch galaktische und solare kosmische Strahlung erhalten.
AVIDOS wurde unter Mitwirkung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und basiert auf physikalischen Simulationen der Wechselwirkungen hochenergetischer Teilchen mit der Erdatmosphäre.
AVIDOS beruht auf:
Damit ermöglicht das System eine realitätsnahe Berechnung der Strahlenexposition entlang definierter Flugrouten.
Die Seibersdorf Labor GmbH nutzt AVIDOS im Rahmen ihrer akkreditierten Prüfstellentätigkeit zur rechtsverbindlichen Dosisermittlung von Flugpersonal.
Diese Anwendung unterscheidet sich klar von der öffentlich zugänglichen AVIDOS-Online-Variante.
Die Dosisermittlung erfolgt:
Die Ergebnisse sind zur Vorlage bei Behörden geeignet und erfüllen die Anforderungen an eine systematische Dosisüberwachung.
Im akkreditierten Einsatz umfasst AVIDOS:
Berechnung der Dosis für einzelne Crewmitglieder auf Basis realer Flugprofile.
Integration von:
Erstellung strukturierter Berichte zur:
Anpassung der Dosisermittlung bei:
besonderen solaren Ereignisse
AVIDOS (Aviation Dosimetry) ist ein webbasiertes Tool zur Berechnung kosmischer Strahlenexposition entlang bestimmter Flugstrecken und Flughöhen. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und basiert auf physikalischen Monte-Carlo-Simulationen zur Ausbreitung kosmischer Strahlung in der Atmosphäre. Die Berechnungen sind mit zahlreichen realen Messdaten aus Flugzeugen validiert.
AVIDOS berechnet die effektive Dosis (E) für Flughöhen zwischen ca. 8 km und 15 km und ermöglicht so eine praxisnahe Einschätzung der Strahlenbelastung für Passagiere und Crew.
Hinweis: Die öffentlich zugängliche Version von AVIDOS dient der Informations- und Bildungsnutzung. Für rechtlich verbindliche Dosisermittlungen im Strahlenschutz wenden Sie sich an uns – wir nutzen AVIDOS auch im akkreditierten Rahmen zur Dosisermittlung für Flugpersonal.
AVIDOS steht in einer öffentlich zugänglichen Version für die Informations- und Bildungsnutzung zur Verfügung. Hierfür gibt es verschiedene Benutzermodi:
| Modus | Zielgruppe | Einsatzbereich | Komplexität |
|---|---|---|---|
| Public Modus | Passagiere, Erstnutzer | Schnelle Einzelflug-Berechnung | niedrig |
| Aircrew Modus | Flugpersonal, Safety Teams | Detaillierte Routenanalyse | mittel |
| Science Modus | Forscher, Experten | Sonderfall- / solarbedingte Analyse | hoch |
Der Public Modus richtet sich an Anwender, die eine rasche und unkomplizierte Berechnung der Strahlenexposition für einen bestimmten Flug wünschen – ohne technische Vorkenntnisse.
Einsatzbereich und Nutzen:
Dieser Modus eignet sich hervorragend zur erstmaligen Orientierung, ersetzt jedoch keine detaillierte Dosisermittlung im regulatorischen Kontext.
Der Aircrew Modus bietet erweiterte Eingabemöglichkeiten, um die Auswirkungen von Flugroute, Flughöhe, Flugdauer und Flugdatum auf die Strahlendosis zu analysieren.
Funktionen:
Einsatzbereich:
Der Science Modus richtet sich an Forscher, Strahlenphysiker und Experten, die die Strahlenexposition unter außergewöhnlichen oder speziellen Bedingungen untersuchen möchten.
Schwerpunkte:
Einsatzbereich:
AVIDOS Online ist als webbasiertes Portal verfügbar und kann über die offizielle Plattform der Seibersdorf Labor GmbH aufgerufen werden:
Der Zugang erfolgt über eine Online-Registrierung. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Nutzerinnen und Nutzer personalisierte Zugangsdaten.
AVIDOS eignet sich insbesondere für:
Für rechtlich verbindliche, akkreditierte Dosisermittlungen im Rahmen des Strahlenschutzes bieten wir AVIDOS-basierte Lösungen im Kontext unserer Prüfstellentätigkeit an.
AVIDOS Online ist kein Ersatz für eine rechtsgültige Dosisermittlung, die zur Erfüllung nationaler oder EU-Strahlenschutzpflichten erforderlich ist. Er dient als wichtiges analytisches und operatives Werkzeug, das zu fundierten Entscheidungen beiträgt – sei es in der täglichen Betriebsplanung, im Safety-Management oder in der Ausbildung.
EPCARD.Net ist eine leistungsfähige, wissenschaftlich fundierte Software zur Berechnung der Strahlenexposition durch kosmische Strahlung für Flugpersonal. Die Anwendung wurde ursprünglich am Helmholtz Zentrum München entwickelt und steht heute weltweit über die Seibersdorf Labor GmbH als Exklusivvertreiber zur Verfügung.
EPCARD.Net berechnet die effektive Dosis und die Umgebungs-Äquivalentdosis für Personen entlang beliebiger Flugrouten in Flughöhen von ca. 5 000 m bis 25 000 m.
Die Software basiert auf physikalischen Monte-Carlo-Simulationen kosmischer Strahlung und berücksichtigt dabei alle relevanten Strahlungskomponenten und Schutzfaktoren wie geomagnetische Abschirmung und Sonnenaktivität.
EPCARD.Net (European Program Package for the Calculation of Aviation Route Doses) ist eine eigenständige Anwendung (Stand-alone), die Dosisberechnungen für Flugrouten ermöglicht – ganz gleich, ob Kurz- oder Langstrecken, Mitteleuropa oder Polarrouten.
Die Software ist als klassische PC-Anwendung verfügbar und kann innerhalb Ihrer IT-Infrastruktur betrieben werden, z. B.:
EPCARD.Net unterstützt moderne Betriebsumgebungen und ist kompatibel mit Microsoft® .NET sowie Mono-Frameworks.
Einer der zentralen Vorteile von EPCARD.Net ist seine amtliche Anerkennung:
Die Softwareversion 5.4.3 wurde vom Deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zur offiziellen Dosisberechnung für fliegendes Personal zugelassen und erfüllt damit die Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/59/Euratom sowie deren Umsetzung in nationales Recht.
Diese Anerkennung macht EPCARD.Net zu einem belastbaren Instrument für Airlines, die rechtskonforme Dosiswerte für ihre Crews ermitteln und dokumentieren müssen.
Mit der Nutzung von EPCARD.Net schaffen Sie eine belastbare Grundlage für die rechtskonforme Dosisermittlung und -dokumentation Ihrer fliegenden Mitarbeitenden. Die Software eignet sich besonders zur Erfüllung behördlicher Anforderungen, zur internen Kontrolle und für Audit-prozesse.
Ihre Vorteile:
Strahlenschutz muss nicht kompliziert sein.
Wir führen Sie strukturiert und effizient durch den gesamten Prozess – von der Datenauswertung bis zur Behördenmeldung.
Wir prüfen Flugstunden, Routen und Flughöhen Ihrer Crews und bewerten, ob die 1-mSv-Schwelle erreicht werden kann.
Mit anerkannten Berechnungsmodellen ermitteln wir die individuelle Jahresdosis Ihrer Crewmitglieder.
Die Ergebnisse werden im Hinblick auf EU- und nationale Strahlenschutzvorgaben eingeordnet.
Sie erhalten prüffähige, nachvollziehbare Unterlagen für Compliance, Audit und interne Transparenz.
Falls erforderlich, unterstützen wir Sie bei der rechtskonformen Behördenmeldung in Österreich, Deutschland und der EU.
Rechtssicherheit.
Klare Prozesse.
Minimiertes regulatorisches Risiko.
Die Seibersdorf Labor GmbH ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung mit institutioneller Expertise im Strahlenschutz und in der Dosimetrie.
Als etablierte Organisation mit breiter personeller und technischer Infrastruktur verfügen wir über die Ressourcen, um auch komplexe oder großvolumige Projekte langfristig und verlässlich zu betreuen.
Kosmische Strahlung entsteht durch energiereiche Teilchen aus dem Weltraum, die in der Atmosphäre sekundäre Strahlung erzeugen. In Reiseflughöhen ist die Abschirmung geringer als am Boden, daher ist die Strahlenexposition erhöht.
Die Strahlenexposition beträgt typischerweise einige Mikrosievert pro Flugstunde; ein interkontinentaler Flug kann etwa 40–100 µSv betragen.
Flugpersonal gilt als beruflich strahlenexponiert, wenn eine effektive Jahresdosis von 1 mSv erreicht oder überschritten werden kann.
Die Exposition wird rechnerisch anhand von Flugdaten (Höhe, Route, Dauer) mit anerkannten Modellen berechnet, da normale Personendosimeter in der Luft ungeeignet sind.
Wenn 1 mSv relevant ist, muss die Dosisermittlung mindestens alle 5 Jahre oder bei betrieblichen Änderungen wiederholt werden.
Anerkannte Programme sind z. B. EPCARD.Net zur detaillierten Routenberechnung und AVIDOS für webbasierte Expositionsberechnung.
EPCARD.Net ist ein wissenschaftliches Programm zur Simulation kosmischer Strahlendosen zwischen 5 km und 25 km mit hoher zeitlicher Auflösung.
AVIDOS ist ein webbasiertes Berechnungstool zur Ermittlung kosmischer Strahlenexposition entlang gewählter Flugrouten.
AVIDOS Online ist ein öffentlich zugängliches Informations- und Schulungswerkzeug. Eine akkreditierte Anwendung dient der rechtsverbindlichen Dosisermittlung und behördlichen Nachweisführung.
Messungen sind sinnvoll zur Validierung von Berechnungsmodellen, zur Qualitätssicherung oder bei speziellen betrieblichen Fragestellungen.
Solare Ereignisse wie Solar Flares können die Strahlendosis kurzfristig erhöhen, da mehr energiereiche Teilchen die Atmosphäre erreichen.
Höhere Flughöhen und Polarrouten führen zu höheren Dosen, da der geomagnetische Schutz geringer ist.
Der Schwellenwert von 1 mSv/Jahr löst Überwachungs- und Meldepflichten aus.
Unternehmen melden Dosisabschätzungen oder -ermittlungen an die zuständigen nationalen Stellen gemäß Strahlenschutzrecht.
Die ICAO gibt Empfehlungen zur Bewertung der Exposition von Flugpersonal im internationalen Luftverkehr; sie unterstützt harmonisierte Standards.
Langfristige berufliche Exposition wird im Strahlenschutz überwacht, da statistische Risiken wie erhöhter Krebsrate in epidemiologischen Studien untersucht werden.
Normale Personendosimeter erfassen die komplexe Strahlung in Flughöhen nicht zuverlässig und werden daher durch Rechenmodelle ersetzt.
Durch Integration der Berechnungsergebnisse in Planungstools, um Einsätze, Routen und Höhen unter Strahlenschutzaspekten zu optimieren.
Für Flugexpositionen werden Dosisraten oft in Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) angegeben; Werte liegen typischerweise im niedrigen µSv-Bereich.
Die effektive Dosis (in mSv) bewertet das gesundheitliche Risiko ionisierender Strahlung für den ganzen Körper.
Strahlenschutzrechtlich relevante Dosisdaten müssen dokumentiert und revisionssicher archiviert werden; genaue Fristen richten sich nach nationalem Recht.
Eine akkreditierte Prüfstelle liefert nachweisfähige, behördentaugliche Ergebnisse und erfüllt Qualitätsstandards, die einfache Berechnungsservices nicht leisten.
Langstrecken- und Polarflüge können zu deutlich höheren Jahresdosen beitragen als Kurzstreckenflüge und schneller die 1 mSv-Schwelle erreichen.
Modelle unterscheiden sich in Methodik, Tiefenmodellierung und zugelassenem Einsatzbereich; EPCARD und AVIDOS sind etablierte Programme zur Expositionsberechnung.
Ja – im Strahlenschutz gelten für Schwangere besondere Schutzgrenzen und Einsatzregelungen, die bei Planung und Dosisbewertung zu berücksichtigen sind.
Operationelle Systeme können Parameter (Flughöhe, Dauer, Route) zur Dosisermittlung liefern, um automatisierte Berechnungen auszulösen.
Je höher die jährliche Flugzeit, desto größer die akkumulierte Strahlenexposition; das ist entscheidend für die Frage, ob Grenzwerte erreicht werden.
Programme wie EPCARD.Net wurden von zuständigen Behörden, z. B. dem Luftfahrt-Bundesamt, zur Dosisberechnung anerkannt.