Radiation Services & Products

Flugdosimetrie-Service für Luftfahrtunternehmen

Rechtskonforme Ermittlung und Meldung der Strahlenexposition von Flugpersonal.

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Ermittlung kosmischer Strahlenexposition

Flugdosimetrie-Service Leistungen

Die Seibersdorf Labor GmbH bietet Luftfahrtunternehmen einen akkreditierten Flugdosimetrie-Service zur rechtskonformen Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der kosmischen Strahlenexposition von Flugpersonal gemäß nationalen und europäischen Strahlenschutzvorschriften.

Flugdosimetrie bezeichnet die systematische Berechnung und Bewertung der Strahlenbelastung von Pilot:innen und Kabinenpersonal durch kosmische Strahlung in Reiseflughöhe. Grundlage sind international anerkannte Berechnungsmodelle sowie – bei Bedarf – ergänzende Messverfahren.

Unsere Leistungen unterstützen Sie dabei:

  • gesetzliche Anforderungen gemäß EU-Richtlinie 2013/59/Euratom und nationalem Strahlenschutzrecht zu erfüllen
  • die jährliche Dosis Ihrer Crewmitglieder korrekt zu ermitteln
  • Expositionsdaten nachvollziehbar zu dokumentieren
  • Melde- und Informationspflichten gegenüber Behörden einzuhalten
  • schwangere Crewmitglieder besonders zu schützen

Mit wissenschaftlicher Expertise, validierten Modellen und langjähriger Erfahrung im Bereich ionisierende Strahlung und Dosimetrie sind wir Ihr kompetenter Partner für Strahlenschutz in der Luftfahrt.

Was ist Flugdosimetrie?


Was versteht man unter Flugdosimetrie?

Flugdosimetrie bezeichnet die systematische Ermittlung, Berechnung und Bewertung der Strahlenexposition von fliegendem Personal (Pilot:innen, Kabinenpersonal und ggf. Vielflieger:innen) durch kosmische Strahlung während des Flugbetriebs. Sie basiert auf anerkannten Rechenmodellen und – wenn erforderlich – ergänzenden Messungen. Zweck ist die rechtskonforme Bestimmung der effektiven Dosis, die durch Höhenstrahlung in Reiseflughöhe aufgenommen wird. Flugdosimetrie ist ein essenzieller Baustein des betrieblichen Strahlenschutzes für Luftfahrtunternehmen. 

Warum ist kosmische Strahlung für fliegendes Personal relevant?

In großer Höhe nimmt der Schutz durch die Erdatmosphäre ab – dadurch ist die Intensität ionisierender kosmischer Strahlung deutlich höher als am Erdboden. Diese Strahlung besteht aus hochenergetischen Teilchen und Sekundärteilchen, die beim Durchdringen der Atmosphäre entstehen. Während Passagiere nur kurzfristig exponiert sind, ist Flugpersonal beruflich wiederholt und regelmäßig hohen Strahlendosen ausgesetzt. Schon vergleichsweise moderate jährliche Dosen stellen eine relevante Größe für den Strahlenschutz dar. 

Typische Dosisbereiche - mit konkreten Zahlen

  • Auf Reiseflughöhe beträgt die Strahlenexposition typischerweise 1 bis 10 µSv pro Flugstunde – abhängig von Route, Flughöhe und Breitengrad. 
  • Ein Transatlantikflug kann rund ~100 µSv (0,1 mSv) an effektiver Dosis erzeugen. 
  • Durchschnittliche Jahresdosen für Flugpersonal liegen häufig im Bereich von 2 mSv bis 5 mSv pro Jahr, abhängig von Flugprofilen und Flugzeiten. 
  • In Extremfällen oder bei sehr vielen Langstreckenflügen können Werte darüber liegen; deshalb gelten in Europa bereits ab etwa 1 mSv pro Jahr Melde- und Überwachungspflichten. 

Zur Einordnung: Natürliche Strahlenexposition am Boden beträgt durch kosmische Strahlung im Mittel etwa 0,3 mSv pro Jahr, kombiniert mit terrestrischer Strahlung insgesamt rund 2 – 3 mSv/Jahr für die Allgemeinbevölkerung. 

Unterschied: Strahlenexposition am Boden vs. in Flughöhen

SituationTypische effektive Dosis
Am Boden (kosmisch)~0,3 mSv/Jahr 
Flughöhe (~10 km) pro Stunde~1 – 10 µSv/h 
Transatlantikflug~0,1 mSv 
Flugpersonal jährlich~2 – 5 mSv/Jahr 

 

In großer Höhe ist der atmosphärische Schutz geringer und das Erdmagnetfeld weniger wirksam – daher steigt die Strahlenexposition deutlich gegenüber dem Boden. Die Luftfahrzeughülle bietet nur begrenzte Abschirmung gegen diese Höhenstrahlung. 

Einflussfaktoren: Sonnenaktivität, Breitengrad & Flughöhe

Die tatsächliche Strahlenbelastung hängt von mehreren physikalischen Faktoren ab:

Flughöhe: Höhere Flughöhen bedeuten weniger atmosphärischen Schutz – folglich höhere Strahlenraten. 

Breitengrad: In Polregionen ist der geomagnetische Schutz geringer als am Äquator, was zu höheren Dosen führt. 

Sonnenaktivität:

  • Bei hoher Sonnenaktivität kann die Strahlenrate am Fluglevel durch modulierte galaktische Strahlung sinken,
  • bei starken Sonnenpartikelereignissen (Solar Particle Events) können kurzzeitig deutlich erhöhte Dosen auftreten. 

Diese Faktoren machen Flugdosimetrie komplex: Berechnungsmodelle und Softwarelösungen müssen sie berücksichtigen, um genaue Dosisermittlungen zu liefern.

Warum ist das Grundwissen wichtig?

Verständnis der Flugdosimetrie ist entscheidend für Luftfahrtunternehmen, um ihre gesetzlichen Pflichten im Strahlenschutz zu erfüllen, Risiken für Crewmitglieder einzuschätzen und wirksame Schutzmaßnahmen zu planen. Regelmäßige Dosisermittlungen unterstützen Compliance, Sicherheit und Transparenz gegenüber Behörden und Beschäftigten.

Wer ist betroffen?

Die Exposition durch kosmische Strahlung betrifft alle Personen, die sich regelmäßig in großer Flughöhe aufhalten. Für Luftfahrtunternehmen ist es daher entscheidend zu wissen, welche Personengruppen unter die strahlenschutzrechtliche Überwachung fallen.

Pilotinnen und Piloten

Pilotinnen und Piloten zählen aufgrund ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Reiseflughöhen von 8.000 bis 12.000 Metern zu den am stärksten exponierten Berufsgruppen im zivilen Luftverkehr.

Abhängig von Flugprofil, Einsatzgebiet und jährlicher Flugzeit können effektive Jahresdosen im Bereich von 2 bis 6 mSv auftreten.

Damit liegen Pilot:innen häufig über dem Schwellenwert von 1 mSv pro Jahr, ab dem eine verpflichtende Dosisermittlung gemäß EU-Strahlenschutzrecht erforderlich ist.

Kabinenpersonal

Auch Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sind während jedes Fluges der erhöhten kosmischen Strahlung ausgesetzt.

Besonders bei intensiven Langstreckeneinsätzen können die Jahresdosen im selben Bereich wie bei Pilotinnen und Piloten liegen.

Für Luftfahrtunternehmen bedeutet das:
Kabinenpersonal ist in der Regel ebenso als beruflich exponierte Personengruppe zu betrachten und in die systematische Dosisermittlung einzubeziehen.

Crew auf Langstrecken- und Polarflügen

Langstreckenflüge führen zu längeren Expositionszeiten pro Einsatz.

Flüge über hohe Breitengrade (z. B. Nordatlantik- oder Polarrouten) weisen zusätzlich erhöhte Dosisleistungen auf, da der geomagnetische Schutz in diesen Regionen geringer ist.

Crewmitglieder auf solchen Routen erreichen daher häufig höhere Jahresdosen als Kolleg:innen im Kurzstreckenbetrieb.

Für Airlines mit interkontinentalem Streckennetz ist eine präzise Dosisermittlung daher besonders relevant.

Suborbitale Flüge und neue Flugformen

Mit der Entwicklung neuer kommerzieller Flugkonzepte – etwa suborbitaler Flüge oder extrem hoch fliegender Geschäftsreiseflugzeuge – entstehen zusätzliche strahlenschutzrelevante Fragestellungen.

In größeren Höhen steigt die Strahlenintensität weiter an.

Unternehmen, die innovative Flugprofile einsetzen oder planen, sollten frühzeitig prüfen, welche strahlenschutzrechtlichen Anforderungen sich daraus ergeben.

Schwangere Mitarbeiterinnen – besonderer Schutz

Ein besonders sensibler Bereich betrifft schwangere Crewmitglieder.

Sobald eine Schwangerschaft gemeldet wird, gelten verschärfte Schutzanforderungen. Die Dosis des ungeborenen Kindes darf gemäß Strahlenschutzrecht einen Wert von 1 mSv für den verbleibenden Zeitraum der Schwangerschaft nicht überschreiten.

Daher ist eine transparente und zeitnahe Dosisermittlung essenziell, um:

  • den gesetzlichen Schutzauftrag zu erfüllen
  • geeignete Einsatzanpassungen vorzunehmen
  • Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Mitarbeiterinnen zu gewährleisten

Eine professionelle Flugdosimetrie schafft hier die notwendige Entscheidungsgrundlage.

Wann besteht Meldepflicht?

Die 1-mSv-Schwelle – regulatorischer Auslöser in der EU

In der Europäischen Union ist die strahlenschutzrechtliche Grundlage durch die Richtlinie 2013/59/Euratom geregelt.

Für Luftfahrtunternehmen gilt:
Sobald die effektive Jahresdosis von Crewmitgliedern 1 Millisievert (1 mSv) erreichen oder überschreiten kann, entstehen verbindliche Verpflichtungen zur Dosisermittlung und Überwachung.

Diese Vorgabe wurde sowohl in Österreich als auch in Deutschland in nationales Recht umgesetzt.

Orientierung für Airlines: Erreichen Ihre Crews 1 mSv pro Jahr?

Für viele Luftfahrtunternehmen stellt sich nicht die Frage, ob kosmische Strahlung relevant ist – sondern welche Crewgruppen betroffen sind.

Das von uns bereitgestellte Netzdiagramm zur Dosisermittlung (1 mSv) bietet eine schnelle, praxisnahe Einordnung. Es zeigt, bei welchen Kombinationen aus Flugstunden, Flughöhe und Route der strahlenschutzrechtlich maßgebliche Schwellenwert von 1 mSv pro Jahr erreicht wird.

Das Diagramm berücksichtigt:

  • die jährlichen Flugstunden einer Crewgruppe
  • die typische Reiseflughöhe
  • das Streckennetz (Äquator-, Mitteleuropa- oder Polarrouten)

Damit lässt sich rasch erkennen, ob Teile Ihres Flugbetriebs in einen Bereich fallen, in dem eine systematische und dokumentierte Dosisermittlung erforderlich wird.

Wenn das Diagramm zeigt, dass bestimmte Cockpit- oder Kabinencrews den Bereich von 1 mSv pro Jahr erreichen oder überschreiten könnten, ist eine fundierte, akkreditierte Dosisermittlung erforderlich, um:

  • gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen
  • interne Transparenz zu schaffen
  • Schutzmaßnahmen korrekt umzusetzen
  • besondere Situationen (z. B. Schwangerschaft) rechtssicher zu bewerten

Das Netzdiagramm gibt Ihnen die erste belastbare Orientierung.
Die rechtsverbindliche Dosisermittlung erfolgt anschließend durch eine akkreditierte Prüfstelle.

Österreich

Rechtsgrundlage:

  • Strahlenschutzgesetz (StrSchG)
  • Allgemeine Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV)

Erreicht oder überschreitet fliegendes Personal voraussichtlich 1 mSv pro Jahr, muss das Unternehmen:

  • eine systematische Dosisermittlung durchführen
  • die Exposition dokumentieren
  • betroffene Personen informieren
  • erforderliche Schutzmaßnahmen festlegen

Die zuständige Behörde ist das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) bzw. die jeweils zuständige Strahlenschutzbehörde.

Deutschland

Rechtsgrundlage:

  • Strahlenschutzgesetz (StrlSchG)
  • Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)

Auch hier gilt die 1-mSv-Schwelle als entscheidender Auslöser.

Unternehmen müssen:

  • die Dosis des fliegenden Personals ermitteln
  • die Ergebnisse dokumentieren
  • bei Überschreitung der Schwelle entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen
  • Aufzeichnungen aufbewahren und bei behördlicher Prüfung vorlegen

Zuständig sind in Deutschland die jeweiligen Landesbehörden für Strahlenschutz.

Für international operierende Airlines bedeutet das:
Auch bei identischem EU-Rechtsrahmen unterscheiden sich die administrativen Melde- und Dokumentationsprozesse zwischen Österreich und Deutschland.

EU-weiter Flugbetrieb

Da die EU-Richtlinie in allen Mitgliedstaaten umgesetzt wurde, gilt europaweit:

  • Die 1-mSv-Schwelle ist maßgeblich
  • Dosisermittlung ist verpflichtend, wenn dieser Wert erreicht werden kann
  • Dokumentations- und Informationspflichten bestehen

Bei grenzüberschreitendem Einsatz von Crewmitgliedern müssen Airlines sicherstellen, dass die Dosiswerte konsistent und rechtskonform ermittelt und verwaltet werden.

Dosisüberwachungspflicht

Wird die 1-mSv-Schwelle erreicht oder kann sie erreicht werden, ist eine kontinuierliche und nachvollziehbare Dosisermittlung erforderlich.

Diese umfasst:

  • Ermittlung der individuellen effektiven Jahresdosis
  • Berücksichtigung von Flugstunden, Flughöhe und Routenprofil
  • laufende Aktualisierung bei Änderungen im Flugbetrieb
  • besondere Bewertung bei Schwangerschaft

Die Überwachung ist kein einmaliger Vorgang, sondern Teil eines dauerhaften Strahlenschutzkonzepts.

Dokumentationspflicht

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland müssen die ermittelten Dosiswerte:

  • nachvollziehbar dokumentiert
  • über definierte Zeiträume aufbewahrt
  • betroffenen Mitarbeitenden zugänglich gemacht
  • bei behördlichen Kontrollen vorgelegt werden

Fehlende oder unzureichende Dokumentation kann als Verstoß gegen strahlenschutzrechtliche Pflichten gewertet werden.

Aktualisierungspflicht

Die Bewertung der Exposition ist regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, insbesondere bei:

  • Änderung des Streckennetzes
  • Einführung neuer Flugzeugtypen
  • Anpassung der Reiseflughöhen
  • Veränderung der Crewplanung
  • neuen regulatorischen Vorgaben

In der Praxis empfiehlt sich eine regelmäßige Neubewertung – insbesondere bei strukturellen Änderungen im Flugbetrieb.

Fazit für Airlines

Erreicht oder überschreitet fliegendes Personal die Schwelle von 1 mSv pro Jahr, entstehen:

  • Dosisermittlungspflicht
  • Überwachungspflicht
  • Dokumentationspflicht
  • Informationspflicht
  • gegebenenfalls Meldepflicht gegenüber Behörden

Für Airlines mit intensiver Kurzstrecke, Langstreckenbetrieb oder Polarrouten ist diese Schwelle häufig schneller erreicht als angenommen.

Eine fundierte, akkreditierte Dosisermittlung schafft Rechtssicherheit in Österreich, Deutschland und im gesamten EU-Raum.

Unser Service im Überblick

Ganzheitliche Flugdosimetrie-Lösungen für Luftfahrtunternehmen

Wir unterstützen Sie dabei, die strahlenschutzrechtlichen Anforderungen für fliegendes Personal rechtskonform, effizient und nachvollziehbar zu erfüllen. Unser Service deckt den gesamten Prozess ab – von präziser Dosisermittlung über laufende Überwachung bis zu individueller Beratung in komplexen Fällen.

Ihr Nutzen auf einen Blick:

  • Rechtssicherheit durch akkreditierte Lösungen
  • Zeitersparnis durch professionelle Abwicklung
  • Unabhängige Expertise mit langjähriger Erfahrung
  • Reduzierung regulatorischer Risiken
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Avidos (Foto:Adobestock)

Online-Dosisermittlung auf wissenschaftlicher Basis

AVIDOS

AVIDOS ist ein webbasiertes Tool zur Berechnung der kosmischen Strahlenexposition für beliebige Flugstrecken und Flughöhen. Die Software basiert auf umfangreichen Simulationen und realen Messdaten und wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt.

Neben der öffentlich zugänglichen Version zur allgemeinen Nutzung verwendet die Seibersdorf Labor GmbH AVIDOS auch im akkreditierten Rahmen zur rechtsgültigen Dosisermittlung für Luftfahrtunternehmen.

Ihr Vorteil:

  • Wissenschaftlich fundierte Berechnungsgrundlage
  • Webbasierte Anwendung für flexible Analysen
  • Nutzung im Rahmen unserer akkreditierten Prüfstelle
  • Rechtskonforme Dosisermittlung gemäß nationalen und EU-Vorgaben

Damit verbindet AVIDOS Benutzerfreundlichkeit mit regulatorischer Verlässlichkeit – von der schnellen Orientierung bis zur offiziell anerkannten Dosisermittlung.

epcard (Foto:Adobestock)

Amtlich zugelassene Dosisberechnung

EPCARD.Net

EPCARD.Net ist eine bewährte Software zur präzisen Berechnung der kosmischen Strahlungsdosis über Flugrouten in Flughöhen zwischen 5.000 m und 25.000 m. Sie wurde vom Deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zur offiziellen Dosisberechnung für fliegendes Personal zugelassen. 

Ihr Vorteil:

  • Hochwertige Dosisermittlung nach neuestem Stand der Wissenschaft
  • Offline- und Stand-alone-Betrieb möglich
  • Perfekt integrierbar in Ihre Betriebsprozesse
  • Voller Datenhoheit im eigenen Unternehmen
Weltraumstrahlung (Foto:Adobestock)

Space-Weather-Service für die zivile Luftfahrt (ICAO/UN)

PECASUS

PECASUS ist das europäische Konsortium, das von der International Civil Aviation Organization (ICAO) – einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) – als globales Space Weather Service Center designiert wurde. Ziel ist es, Airlines weltweit bei starker Sonnenaktivität mit operationell verwertbaren Informationen zu unterstützen – insbesondere dort, wo Space Weather die Flugsicherheit und den Flugbetrieb beeinflussen kann. 

Die Seibersdorf Labor GmbH ist Teil von PECASUS und bringt ihre Expertise in den Bereichen Space Radiation / Strahlenexposition in Flughöhen und deren Auswirkungen auf Mensch und Avionik ein. 

Ihr Nutzen als Airline:

  • ICAO-konforme Space-Weather-Advisories für die Luftfahrt (z. B. zu erhöhter Strahlenbelastung in Flughöhen, GNSS-Beeinträchtigungen, HF-Kommunikation) 
  • Mehr Entscheidungssicherheit bei erhöhter Sonnenaktivität (Route, Höhe, Kommunikation, Navigation)
  • Reduktion operationeller und regulatorischer Risiken durch ICAO-konforme Lageinformationen
  • Zugang zu unabhängiger Expertise aus einem international anerkannten Service-Netzwerk
MesssungvorOrt (Foto:Adobestock)

Messkampagnen in Flughöhen

Validierung unter Realbedingungen

Neben der Dosisermittlung mittels anerkannter und zugelassener Rechenmodelle bieten wir individuelle Messkampagnen in Reiseflughöhen an.

Dabei erfassen wir die Strahlenexposition direkt unter realen Flugbedingungen. Die gewonnenen Messdaten dienen der Validierung, Qualitätssicherung und Plausibilisierung Ihrer Dosisermittlung.

Dieser Service richtet sich insbesondere an Airlines, die:

  • maximale Transparenz gegenüber Behörden anstreben
  • neue Flugprofile einführen
  • bestehende Berechnungsgrundlagen überprüfen möchten
  • ihre interne Compliance weiter stärken wollen

Unsere Messkampagnen liefern belastbare, unabhängige Daten – direkt aus Ihrem operativen Flugbetrieb.

Ihr Vorteil:

  • Reale Messwerte aus der Praxis
  • Höchste wissenschaftliche Qualität
  • Fundierte Entscheidungsgrundlage für Einsatzplanung und Schutzmaßnahmen
Consulting Aviation (Foto:Adobestock)

Fachberatung bei komplexen Fragestellungen

Consulting

Unsere Expert:innen stehen Ihnen in allen strahlenschutzfachlichen Fragen zur Seite – von der Integration neuer Flugformen (z. B. suborbitale Konzepte) über Regelwerksinterpretation bis zur strategischen Prozessoptimierung. 

Ihr Vorteil:

  • Maßgeschneiderte Lösungen für Ihr Unternehmen
  • Unterstützung bei internen Richtlinien und Compliance-Prozessen
  • Fachliche Expertise für alle strahlenschutzrelevanten Themen
Audit Aviation (Foto:Adobestock)

Sicherheit bei Behördenprüfungen

Audit-Begleitung & Support

Wir unterstützen Sie aktiv bei internen und externen Audits, bereiten Unterlagen auf und begleiten Sie im behördlichen Dialog. So sind Sie bei Prüfungen jederzeit souverän aufgestellt.

Ihr Vorteil:

  • Sorgfältige Vorbereitung auf Audits
  • Expertenbegleitung im Dialog mit Behörden
  • Reduzierung des Prüfungs- und Haftungsrisikos
Solar particle (Foto:Adobestock)

Solare Teilchenereignisse und außergewöhnliche Ereignisse

Spezialberatung

Starke solare Teilchenereignisse (Solar Particle Events) oder außergewöhnliche geomagnetische Bedingungen können die Strahlenexposition kurzfristig erhöhen.

Wir analysieren solche Ereignisse fachlich fundiert und bewerten deren Auswirkungen auf Ihren Flugbetrieb.

Dabei unterstützen wir Sie bei:

  • Bewertung erhöhter Dosisleistungen
  • Einordnung in den regulatorischen Kontext
  • interner Kommunikation
  • Dokumentation außergewöhnlicher Ereignisse
  • Ableitung geeigneter Maßnahmen

Gerade bei Langstrecken- und Polarrouten kann diese Expertise entscheidend sein.

Ihr Vorteil

  • Schnelle fachliche Einordnung außergewöhnlicher Situationen
  • Souveräne Kommunikation gegenüber Behörden
  • Klare Entscheidungsgrundlage für operative Maßnahmen
  • Schutz Ihrer Crew und Ihres Unternehmens
Individuelle Flugdosis (Foto:Adobestock)

Laufende Dosisüberwachung & Behördenmeldung

Berechnung der individuellen Jahresdosis

Wir übernehmen für Sie die kontinuierliche Dosisüberwachung Ihres fliegenden Personals – von der regelmäßigen Berechnung der individuellen Jahresdosis bis zur strukturierten Aufbereitung für Behörden.

Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der fristgerechten Weiterleitung der erforderlichen Daten an nationale Register und zuständige Behörden in Österreich, Deutschland oder anderen EU-Mitgliedstaaten.

Dieser Service umfasst:

  • laufende Aktualisierung der Dosiswerte
  • Berücksichtigung von Änderungen im Flugprofil
  • strukturierte Berichte für interne und externe Zwecke
  • Unterstützung bei Meldeprozessen gemäß nationalem Recht

Ihr Vorteil:

  • Entlastung Ihrer Compliance- und Safety-Abteilungen
  • Fristgerechte und korrekte Behördenkommunikation
  • Minimierung administrativer Fehlerquellen
  • Höchste Rechtssicherheit im laufenden Betrieb
Präzise Dosisermittlung auf wissenschaftlicher Grundlage

Flugdosimetrie Tools & Berechnungsmodelle

Die Ermittlung der Strahlenexposition von Flugpersonal erfolgt heute überwiegend auf Basis validierter physikalischer Berechnungsmodelle. Diese berücksichtigen unter anderem:

  • Flughöhe
  • Flugroute und geografische Breite
  • Sonnenaktivität
  • atmosphärische Wechselwirkungen hochenergetischer Teilchen

Die Seibersdorf Labor GmbH setzt etablierte, international anerkannte Modelle ein und kombiniert diese mit eigener fachlicher Expertise im Bereich Strahlenphysik und Dosimetrie.

AVIDOS - Akkreditiertes Tool zur Dosisermittlung von fliegendem Personal

AVIDOS (Aviation Dosimetry System) ist ein wissenschaftlich entwickeltes Berechnungsmodell zur Ermittlung der kosmischen Strahlenexposition in Flughöhen.

Es dient der Bestimmung der effektiven Dosis, die Flugpersonal und Passagiere während eines Fluges durch galaktische und solare kosmische Strahlung erhalten.

AVIDOS wurde unter Mitwirkung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und basiert auf physikalischen Simulationen der Wechselwirkungen hochenergetischer Teilchen mit der Erdatmosphäre.

AVIDOS beruht auf:

  • Monte-Carlo-Simulationen atmosphärischer Teilchenkaskaden
  • Modellierung galaktischer kosmischer Strahlung
  • Berücksichtigung solarer Strahlungsanteile
  • Einbindung geomagnetischer Abschirmung
  • Validierung durch Messkampagnen in Reiseflughöhen

Damit ermöglicht das System eine realitätsnahe Berechnung der Strahlenexposition entlang definierter Flugrouten.

Akkreditierung

Die Seibersdorf Labor GmbH nutzt AVIDOS im Rahmen ihrer akkreditierten Prüfstellentätigkeit zur rechtsverbindlichen Dosisermittlung von Flugpersonal.

Diese Anwendung unterscheidet sich klar von der öffentlich zugänglichen AVIDOS-Online-Variante.

Die Dosisermittlung erfolgt:

  • nach anerkannten physikalischen Berechnungsmodellen
  • unter Anwendung qualitätsgesicherter Prozesse
  • mit dokumentierter Nachvollziehbarkeit
  • im Einklang mit EU-Richtlinie 2013/59/Euratom
  • unter Berücksichtigung nationaler Vorschriften (z. B. AT, DE)

Die Ergebnisse sind zur Vorlage bei Behörden geeignet und erfüllen die Anforderungen an eine systematische Dosisüberwachung.

Leistungsumfang

Im akkreditierten Einsatz umfasst AVIDOS:

Ermittlung der individuellen effektiven Jahresdosis

Berechnung der Dosis für einzelne Crewmitglieder auf Basis realer Flugprofile.


Berücksichtigung betrieblicher Parameter

Integration von:

  • Flugstunden
  • Routenprofilen
  • Flughöhen
  • zeitabhängiger Sonnenaktivität
     

Dokumentationsfähige Auswertung

Erstellung strukturierter Berichte zur:

  • behördlichen Vorlage
  • internen Compliance
  • Audit-Unterstützung


Aktualisierung bei Änderungen

Anpassung der Dosisermittlung bei:

  • Streckennetzänderungen
  • Flottenanpassungen
  • neuen Einsatzprofilen

besonderen solaren Ereignisse

Nutzen

  • Rechtssichere Dosisermittlung
  • Reduzierung regulatorischer Risiken
  • Entlastung Ihrer Compliance- und Safety-Teams
  • Wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage
  • Unterstützung bei Behördenprüfungen

AVIDOS – Webbasierte Lösung für Dosisermittlung

AVIDOS (Aviation Dosimetry) ist ein webbasiertes Tool zur Berechnung kosmischer Strahlenexposition entlang bestimmter Flugstrecken und Flughöhen. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und basiert auf physikalischen Monte-Carlo-Simulationen zur Ausbreitung kosmischer Strahlung in der Atmosphäre. Die Berechnungen sind mit zahlreichen realen Messdaten aus Flugzeugen validiert. 

AVIDOS berechnet die effektive Dosis (E) für Flughöhen zwischen ca. 8 km und 15 km und ermöglicht so eine praxisnahe Einschätzung der Strahlenbelastung für Passagiere und Crew. 

Hinweis: Die öffentlich zugängliche Version von AVIDOS dient der Informations- und Bildungsnutzung. Für rechtlich verbindliche Dosisermittlungen im Strahlenschutz wenden Sie sich an uns – wir nutzen AVIDOS auch im akkreditierten Rahmen zur Dosisermittlung für Flugpersonal. 

User-Models

AVIDOS steht in einer öffentlich zugänglichen Version für die Informations- und Bildungsnutzung zur Verfügung. Hierfür gibt es verschiedene Benutzermodi: 

Vergleich der AVIDOS-Modi

ModusZielgruppeEinsatzbereichKomplexität
Public ModusPassagiere, ErstnutzerSchnelle Einzelflug-Berechnungniedrig
Aircrew ModusFlugpersonal, Safety TeamsDetaillierte Routenanalysemittel
Science ModusForscher, ExpertenSonderfall- / solarbedingte Analysehoch

Public Modus – schneller Überblick für Einzel-Flüge

Der Public Modus richtet sich an Anwender, die eine rasche und unkomplizierte Berechnung der Strahlenexposition für einen bestimmten Flug wünschen – ohne technische Vorkenntnisse. 

Einsatzbereich und Nutzen:

  • Bewertung der Strahlenbelastung für einzelne Flüge
  • geeignet für Reisende, Flugpersonal und Interessierte
  • intuitive Eingabe: Flugdatum, Abflug- und Zielort
  • Ergebnisdarstellung grafisch und numerisch inkl. Vergleich zur natürlichen Hintergrundstrahlung

Dieser Modus eignet sich hervorragend zur erstmaligen Orientierung, ersetzt jedoch keine detaillierte Dosisermittlung im regulatorischen Kontext.

Aircrew Modus – detaillierte Analyse für Crew & Experten

Der Aircrew Modus bietet erweiterte Eingabemöglichkeiten, um die Auswirkungen von Flugroute, Flughöhe, Flugdauer und Flugdatum auf die Strahlendosis zu analysieren. 

Funktionen:

  • Eingabe von Abflug- und Zielort, Zeitpunkt und Dauer
  • Definition eigener Flugprofile inklusive Wegpunkte
  • Grafische Darstellung der Ergebnisse
  • Download und Speicherung für persönliche Unterlagen

Einsatzbereich:

  • vertiefte Analyse durch Flugpersonal und Safety Teams
  • Pre-Flight-Evaluationen und Crew-Briefings
  • thematische Schulungen zur Strahlenexposition

Science Modus – Expertenanalyse für Forschung & Sonderfälle

Der Science Modus richtet sich an Forscher, Strahlenphysiker und Experten, die die Strahlenexposition unter außergewöhnlichen oder speziellen Bedingungen untersuchen möchten. 

Schwerpunkte:

  • Analyse der Dosisabhängigkeit bei unterschiedlichen solaren Protonenspektren
  • Untersuchung verschiedener Flugrouten unter gleichen Sonnenereignissen
  • Bearbeitung aller Spektren- und Flugparameter
  • Ergebnisse getrennt darstellbar für galaktische und solare Anteile (z. B. E und H*(10))

Einsatzbereich:

  • wissenschaftliche Projekte
  • Analyse von Solar-Ereignis-Effekten
  • Validierungsstudien und methodische Untersuchungen

Zugriff auf AVIDOS-Online

AVIDOS Online ist als webbasiertes Portal verfügbar und kann über die offizielle Plattform der Seibersdorf Labor GmbH aufgerufen werden:

zu AVIDOS-Online

Der Zugang erfolgt über eine Online-Registrierung. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Nutzerinnen und Nutzer personalisierte Zugangsdaten.

Nutzen

AVIDOS eignet sich insbesondere für:

  • Schnelle, webbasierte Berechnungen einzelner Flüge
  • Simulationen für Crew-Briefings und operativen Einsatz
  • Informations- und Schulungszwecke
  • Vergleiche zu natürlicher Hintergrundstrahlung
  • Analyse bei besonderer Sonnenaktivität

Für rechtlich verbindliche, akkreditierte Dosisermittlungen im Rahmen des Strahlenschutzes bieten wir AVIDOS-basierte Lösungen im Kontext unserer Prüfstellentätigkeit an.

AVIDOS Online ist kein Ersatz für eine rechtsgültige Dosisermittlung, die zur Erfüllung nationaler oder EU-Strahlenschutzpflichten erforderlich ist. Er dient als wichtiges analytisches und operatives Werkzeug, das zu fundierten Entscheidungen beiträgt – sei es in der täglichen Betriebsplanung, im Safety-Management oder in der Ausbildung.

Was ist EPCARD.Net?

EPCARD.Net ist eine leistungsfähige, wissenschaftlich fundierte Software zur Berechnung der Strahlenexposition durch kosmische Strahlung für Flugpersonal. Die Anwendung wurde ursprünglich am Helmholtz Zentrum München entwickelt und steht heute weltweit über die Seibersdorf Labor GmbH als Exklusivvertreiber zur Verfügung. 

EPCARD.Net berechnet die effektive Dosis und die Umgebungs-Äquivalentdosis für Personen entlang beliebiger Flugrouten in Flughöhen von ca. 5 000 m bis 25 000 m. 

Die Software basiert auf physikalischen Monte-Carlo-Simulationen kosmischer Strahlung und berücksichtigt dabei alle relevanten Strahlungskomponenten und Schutzfaktoren wie geomagnetische Abschirmung und Sonnenaktivität. 

Anwendung von EPCARD.Net

EPCARD.Net (European Program Package for the Calculation of Aviation Route Doses) ist eine eigenständige Anwendung (Stand-alone), die Dosisberechnungen für Flugrouten ermöglicht – ganz gleich, ob Kurz- oder Langstrecken, Mitteleuropa oder Polarrouten. 

Die Software ist als klassische PC-Anwendung verfügbar und kann innerhalb Ihrer IT-Infrastruktur betrieben werden, z. B.:

  • auf Firmenrechnern oder Servern
  • offline und unabhängig vom Internet
  • in Kombination mit internen Flugdatensystemen

EPCARD.Net unterstützt moderne Betriebsumgebungen und ist kompatibel mit Microsoft® .NET sowie Mono-Frameworks. 

Zulassung

Einer der zentralen Vorteile von EPCARD.Net ist seine amtliche Anerkennung:
Die Softwareversion 5.4.3 wurde vom Deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zur offiziellen Dosisberechnung für fliegendes Personal zugelassen und erfüllt damit die Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/59/Euratom sowie deren Umsetzung in nationales Recht. 

Diese Anerkennung macht EPCARD.Net zu einem belastbaren Instrument für Airlines, die rechtskonforme Dosiswerte für ihre Crews ermitteln und dokumentieren müssen.

Nutzung von EPCARD.Net

Mit der Nutzung von EPCARD.Net schaffen Sie eine belastbare Grundlage für die rechtskonforme Dosisermittlung und -dokumentation Ihrer fliegenden Mitarbeitenden. Die Software eignet sich besonders zur Erfüllung behördlicher Anforderungen, zur internen Kontrolle und für Audit-prozesse.

Ihre Vorteile:

  • Amtlich zugelassene Berechnung – anerkannt durch das Deutsche Luftfahrt-Bundesamt (LBA)
  • Hohe Genauigkeit – Monte-Carlo-Modellierung und Realitätsnähe
  • Regulatorische Sicherheit – EU-konform und auditfähig
  • Betriebliche Integration – Offline-Betrieb, Datenhoheit im eigenen Unternehmen
  • Skalierbar – geeignet für einzelne Crews bis hin zu großen Flotten

Wir verbinden wissenschaftliche Kompetenz, geprüfte Qualitätssysteme und regulatorische Erfahrung zu einer belastbaren Grundlage für Ihre Flugdosimetrie.

Ihr Weg zur rechtskonformen Flugdosimetrie

Ablauf in 5 Schritten

Strahlenschutz muss nicht kompliziert sein.
Wir führen Sie strukturiert und effizient durch den gesamten Prozess – von der Datenauswertung bis zur Behördenmeldung.

1. Analyse der Flugdaten

Wir prüfen Flugstunden, Routen und Flughöhen Ihrer Crews und bewerten, ob die 1-mSv-Schwelle erreicht werden kann.

 

2. Berechnung der effektiven Dosis

Mit anerkannten Berechnungsmodellen ermitteln wir die individuelle Jahresdosis Ihrer Crewmitglieder.

 

3. Bewertung gemäß Grenzwerten

Die Ergebnisse werden im Hinblick auf EU- und nationale Strahlenschutzvorgaben eingeordnet.

 

 

4. Erstellung der Dokumentation

Sie erhalten prüffähige, nachvollziehbare Unterlagen für Compliance, Audit und interne Transparenz.

 

 

5. Meldung an zuständige Behörden

Falls erforderlich, unterstützen wir Sie bei der rechtskonformen Behördenmeldung in Österreich, Deutschland und der EU.

 

Ihr Ergebnis

Rechtssicherheit.
Klare Prozesse.
Minimiertes regulatorisches Risiko.

 

Warum Seibersdorf Labor?

Die Seibersdorf Labor GmbH ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung mit institutioneller Expertise im Strahlenschutz und in der Dosimetrie.

Als etablierte Organisation mit breiter personeller und technischer Infrastruktur verfügen wir über die Ressourcen, um auch komplexe oder großvolumige Projekte langfristig und verlässlich zu betreuen.

Unsere Arbeit basiert auf:

  • langjähriger Erfahrung in der regulatorischen Umsetzung von Strahlenschutzvorgaben
  • enger Zusammenarbeit mit Behörden in Österreich, Deutschland und im EU-Raum
  • aktiver Beteiligung an internationalen Programmen wie PECASUS
  • fundierter Kenntnis der ICAO-Empfehlungen zur Expositionsbewertung
  • wissenschaftlicher Validierung eingesetzter Berechnungsmodelle

Zudem arbeiten wir nach anerkannten Qualitäts- und Sicherheitsstandards:

  • ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
  • ISO 27001 (Informationssicherheit)
  • ISO/IEC 17025 (Akkreditierung für Prüf- und Kalibrierlabore)

FAQ

Was ist kosmische Strahlung im Flug?

Kosmische Strahlung entsteht durch energiereiche Teilchen aus dem Weltraum, die in der Atmosphäre sekundäre Strahlung erzeugen. In Reiseflughöhen ist die Abschirmung geringer als am Boden, daher ist die Strahlenexposition erhöht. 

Die Strahlenexposition beträgt typischerweise einige Mikrosievert pro Flugstunde; ein interkontinentaler Flug kann etwa 40–100 µSv betragen. 

Flugpersonal gilt als beruflich strahlenexponiert, wenn eine effektive Jahresdosis von 1 mSv erreicht oder überschritten werden kann. 

Die Exposition wird rechnerisch anhand von Flugdaten (Höhe, Route, Dauer) mit anerkannten Modellen berechnet, da normale Personendosimeter in der Luft ungeeignet sind. 

Wenn 1 mSv relevant ist, muss die Dosisermittlung mindestens alle 5 Jahre oder bei betrieblichen Änderungen wiederholt werden. 

Anerkannte Programme sind z. B. EPCARD.Net zur detaillierten Routenberechnung und AVIDOS für webbasierte Expositionsberechnung. 

EPCARD.Net ist ein wissenschaftliches Programm zur Simulation kosmischer Strahlendosen zwischen 5 km und 25 km mit hoher zeitlicher Auflösung. 

AVIDOS ist ein webbasiertes Berechnungstool zur Ermittlung kosmischer Strahlenexposition entlang gewählter Flugrouten. 

AVIDOS Online ist ein öffentlich zugängliches Informations- und Schulungswerkzeug. Eine akkreditierte Anwendung dient der rechtsverbindlichen Dosisermittlung und behördlichen Nachweisführung. 

Messungen sind sinnvoll zur Validierung von Berechnungsmodellen, zur Qualitätssicherung oder bei speziellen betrieblichen Fragestellungen. 

Solare Ereignisse wie Solar Flares können die Strahlendosis kurzfristig erhöhen, da mehr energiereiche Teilchen die Atmosphäre erreichen. 

Höhere Flughöhen und Polarrouten führen zu höheren Dosen, da der geomagnetische Schutz geringer ist. 

Der Schwellenwert von 1 mSv/Jahr löst Überwachungs- und Meldepflichten aus. 

Unternehmen melden Dosisabschätzungen oder -ermittlungen an die zuständigen nationalen Stellen gemäß Strahlenschutzrecht. 

Die ICAO gibt Empfehlungen zur Bewertung der Exposition von Flugpersonal im internationalen Luftverkehr; sie unterstützt harmonisierte Standards. 

Langfristige berufliche Exposition wird im Strahlenschutz überwacht, da statistische Risiken wie erhöhter Krebsrate in epidemiologischen Studien untersucht werden. 

Normale Personendosimeter erfassen die komplexe Strahlung in Flughöhen nicht zuverlässig und werden daher durch Rechenmodelle ersetzt. 

Durch Integration der Berechnungsergebnisse in Planungstools, um Einsätze, Routen und Höhen unter Strahlenschutzaspekten zu optimieren. 

Für Flugexpositionen werden Dosisraten oft in Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) angegeben; Werte liegen typischerweise im niedrigen µSv-Bereich. 

Die effektive Dosis (in mSv) bewertet das gesundheitliche Risiko ionisierender Strahlung für den ganzen Körper. 

Strahlenschutzrechtlich relevante Dosisdaten müssen dokumentiert und revisionssicher archiviert werden; genaue Fristen richten sich nach nationalem Recht. 

Eine akkreditierte Prüfstelle liefert nachweisfähige, behördentaugliche Ergebnisse und erfüllt Qualitätsstandards, die einfache Berechnungsservices nicht leisten.

Langstrecken- und Polarflüge können zu deutlich höheren Jahresdosen beitragen als Kurzstreckenflüge und schneller die 1 mSv-Schwelle erreichen. 

Modelle unterscheiden sich in Methodik, Tiefenmodellierung und zugelassenem Einsatzbereich; EPCARD und AVIDOS sind etablierte Programme zur Expositionsberechnung. 

Ja – im Strahlenschutz gelten für Schwangere besondere Schutzgrenzen und Einsatzregelungen, die bei Planung und Dosisbewertung zu berücksichtigen sind. 

Operationelle Systeme können Parameter (Flughöhe, Dauer, Route) zur Dosisermittlung liefern, um automatisierte Berechnungen auszulösen. 

Je höher die jährliche Flugzeit, desto größer die akkumulierte Strahlenexposition; das ist entscheidend für die Frage, ob Grenzwerte erreicht werden. 

Programme wie EPCARD.Net wurden von zuständigen Behörden, z. B. dem Luftfahrt-Bundesamt, zur Dosisberechnung anerkannt. 

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