Unsere Expertise wird nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weltweit nachgefragt. Unser Senior Consultant Dr. Karl Schulmeister war Project Leader für die 3. Ausgabe der IEC 60825-1. Viele der aktualisierten Grenzwerte für ausgedehnte und gepulste Quellen basieren direkt auf Forschungsergebnissen unseres Teams. Diese international einzigartige Kombination aus Normungsexpertise, wissenschaftlicher Forschung und langjähriger Prüfpraxis mit optimierten Messverfahren ermöglicht uns hochpräzise Messungen und verlässliche Bewertungen.
Für ausgedehnte scheinbare Quellen fordert EN 60825-1 sowohl die Variation der Augenakkommodation (realisiert mit unserem künstlichen Auge mit CCD-Kamera) als auch die Variation des Abstands zum Produkt, um die restriktivste Position zu bestimmen (White Paper). Die aufgenommenen Bilder werden mittels computergestützter Bildanalyse ausgewertet, um den restriktivsten Bildbereich, und damit den Parameter „Winkelausdehnung der scheinbaren Quelle“ alpha, zu identifizieren. Das Kriterium für die Klassifizierung besteht darin, das maximale Verhältnis der zugänglichen Strahlung (ZS) zum Grenzwert für die zugängliche Strahlung (GZS) zu ermitteln. Das Interpretation Sheet ISH1 klärt mehrere Fragestellungen im Zusammenhang mit ausgedehnten Quellen und gepulsten Emissionen. Es wurde maßgeblich auf Grundlage von Beiträgen unseres Teams entwickelt, mit Dr. Karl Schulmeister als Projektleiter. ISH1 steht bei der IEC kostenlos zum Download zur Verfügung.
Neben der Anforderung, dass die zugängliche Emission für den Normalbetrieb unterhalb des jeweiligen Klassenlimits liegen muss, sind auch vernünftigerweise vorhersehbare Einfehlerbedingungen zu berücksichtigen. Kann nicht nachgewiesen werden, dass die Emission unterhalb des Klassenlimits bleibt, ist eine Risikoanalyse durchzuführen (Veröffentlichung). Auf Basis unserer Forschungsprojekte zu Schädigungsschwellwerten verfügt unser Prüflabor über die international anerkannte Expertise, um Risikoanalysen auf Grundlage von Schädigungsschwellwerten anzubieten. Die Schädigungsschwellwerte werden entweder aus wissenschaftlichen Publikationen abgeleitet oder mit unseren validierten Computermodellen für die Netzhaut, Hornhaut und Haut berechnet. Damit können Fehler als nicht vernünftigerweise vorhersehbar beurteilt werden, obwohl die GZS Werte zu einem gewissen Grad überschritten werden.
Für Laserquellen, die wie konventionelle Lampen oder Leuchten eingesetzt werden, legt Unterabschnitt 4.4 der DIN EN 60825-1 eine Liste von Anforderungen fest. Wenn das Produkt diese Anforderungen erfüllt, kann die Emission gemäß der Normenreihe DIN EN 62471 „Photobiologische Sicherheit von Lampen und Lampensystemen“ klassifiziert werden. Das Produkt verbleibt im Anwendungsbereich der DIN EN 60825-1, wird jedoch als Laser Klasse 1 eingestuft. Typische Produkte hierfür sind Laserbildprojektoren, Laser-Fahrzeugscheinwerfer und Laser-Bühnenleuchten. Unterabschnitt 4.4 wird in einem ILSC-Paper ausführlicher behandelt.
Zusätzlich zu unserer Akkreditierung sind wir für Prüfungen nach IEC 60825-1 im IECEE Programm (CB Scheme) ein CB-Testing Laboratory (CBTL) und können zertifizierte Prüfberichte anbieten.