Natürliche Strahlung - NatStrV

NatStrV - Dosisabschätzung

Die industrielle Nutzung und Lagerung von Stoffen, die im Sinne der Regelungen des Strahlenschutzes bisher nicht als radioaktiv galten, können signifikante Strahlenbelastungen hervorrufen, wenn diese Stoffe erhöhte Konzentrationen natürlicher Radionuklide enthalten. Insbesondere können Belastungen für die Allgemeinbevölkerung durch die Rückführung der Materialien in die Umwelt entstehen.

Mit der EU-Richtlinie 96/29 zum Strahlenschutz der Bevölkerung und der Beschäftigten wurden erstmals radiologische Belastungen in der nichtnuklearen Industrie rechtlich verbindlich thematisiert und Begrenzungen der Strahlenbelastung auch an solchen Arbeitsplätzen eingeführt, an denen mit natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen gearbeitet wird. Die Vorgaben dieser EU-Richtlinie wurden mit dem Strahlenschutz-EU-Anpassungsgesetz 2004 und mit Beginn des Jahres 2008 auf dem Verordnungsweg ins österreichische Recht übernommen.

Die Natürliche Strahlenschutz-Verordnung (NatStrV) regelt den Schutz von Personen vor erhöhter Strahlenbelastung durch natürliche radioaktive Stoffe in zwei Teilgebieten:

  • erhöhte Expositionen für ArbeitnehmerInnen in bestimmten, in der Verordnung spezifizierten Arbeitsbereichen sowie 
  • erhöhte Expositionen für die Allgemeinbevölkerung durch Materialien, die als Rückstände in solchen Arbeitsbereichen anfallen.

Die Prüfstelle für ionisierende Strahlung der Seibersdorf Laboratories führt Dosisabschätzungen und –ermittlungen im Sinne der Natürlichen Strahlenquellen-Verordnung (NatStrV) durch. Wir beraten Sie gerne.