Data Transfer from Space – Upstream & Downstream: Von orbitalen Experimenten zu klinischer Anwendung
New Space verändert den Zugang zur Mikrogravitationsforschung grundlegend. Steigende Launch-Frequenzen, standardisierte Payloads, COTS-Technologien und kommerzielle Zugänge zum Orbit ermöglichen es zunehmend, Experimente im Weltraum nicht mehr nur als einzelne, schwer zugängliche Missionen zu betrachten, sondern als wiederholbare Forschungsinfrastruktur.
Für Life Sciences, Alzheimer-Forschung und Radiopharma eröffnet diese Entwicklung neue Perspektiven. Orbitale Experimente können dazu beitragen, biologische Prozesse wie Proteinfaltung, Zellstress, Neuroinflammation oder neurodegenerative Mechanismen unter besonderen physikalischen Bedingungen zu untersuchen. Entscheidend ist dabei nicht allein der technische Downlink von Daten, sondern deren strukturierte Übersetzung in wissenschaftlich und klinisch verwertbare Erkenntnisse.
Der Vortrag beleuchtet die Schnittstelle zwischen Upstream- und Downstream-Aktivitäten: von New-Space-Infrastruktur, Payload-Design und Datengewinnung in Mikrogravitation bis hin zur Frage, wie daraus Impulse für Biomarker, Radiotracer-Entwicklung und langfristig klinische Anwendungen entstehen können. Im Mittelpunkt steht die These, dass New Space Mikrogravitation nicht nur zugänglicher, sondern vor allem wiederholbarer macht und dass genau diese Wiederholbarkeit eine wichtige Voraussetzung für translationale Forschung ist.
Damit versteht sich „Data Transfer from Space“ nicht nur als technische Datenübertragung aus dem Orbit, sondern als Transfer von Infrastruktur, Daten und Innovationslogik aus dem New-Space-Ökosystem in die medizinische und radiopharmazeutische Forschung.