Low Level Radioaktivitätsmessungen im Rahmen des Atomteststopvertrages
Aerosolfiltermessungen; Edelgasmessmethoden (Xenon- und Kryptonisotope)
An den Grenzen des Messbaren
Unsere Experten widmen sich der Entwicklung und Forschung in der Strahlenmesstechnik im ultra low level Bereich. Wir sind in der Lage, Aktivitätsmengen zu messen, die millionenfach unter der natürlichen Strahlung liegen, wie sie etwa Menschen, Gestein oder Wässer in sich tragen.
Diese höchst sensiblen Messungen erlauben uns die Überwachung nuklearer Vorfälle im Auftrag internationaler Organisationen aber auch den Schutz der österreichischen Bevölkerung.
Technische Leistungen
Unser Ultra Low Level Radionuklidlabor befindet sich in einer Kammer aus fünf Zentimeter hochreinem Stahl, die wiederum durch starke Betonwände von der Außenwelt abgeschirmt wird. Eine kombinierte Blei-bordotierte Paraffin-Kupfer-Sandwichstruktur dient als passive Detektorabschirmung.
Zur Reduzierung des hochenergetischen kosmischen Hintergrundes werden Plastikszintillatoren, die die passive Abschirmung umhüllen, in Antikoinzidenzschaltung mit dem Detektor betrieben.
Im internationalen Spitzenfeld
Durch diese komplexe Abschirmungsstruktur wurde der Hintergrund in der Anlage gegenüber Messungen im Außenbereich des Forschungszentrums um mehr als drei Größenordnungen gesenkt.
Sicherheit durch Qualität
Unsere Aufgaben im Messnetz der CTBT reichen von Kontrollmessungen sensibler Proben, über Qualitätskontrollen der Radionuklidmessstationen bis hin zu Weiterentwicklungen in der Messtechnik. Auch im Bereich von Schulung, Organisation von Workshops und Ringversuchen kooperieren wir weltweit.
Xenon
Nach dem Beschluss der beteiligten Staaten, das Verifikationsnetz um die Messung radioaktiver Edelgase zu erweitern, wurde mit der Entwicklung einer hochempfindlichen Anordnung für die Messung von radioaktiven Xenon-Isotopen (131Xe, 133Xe, 135Xe) begonnen.
Bei Verdacht eines Störfalls in einem grenznahen Kernkraftwerk könnte mit einem mobilem System die Freisetzung von Xenon nachgewiesen werden. Zur Interpretation der Messdaten spielen die Verhältnisse der verschieden Xenon-Isotope eine Schlüsselrolle.
Durch Simulationen wird geprüft, inwieweit aus den Isotopen-Verhältnissen der Zeitpunkt der Freisetzung bestimmt werden kann, und wieweit zusätzliche Informationen über den Verlauf des Zwischenfalls gewonnen werden können.
Suchbox
Kontakt
Dipl.-Ing. Jakob Feichtinger
T: + 43 (0) 50550-2523
F: + 43 (0) 50550-2544
jakob.feichtinger(at)seibersdorf-laboratories.at
